Landesverband Sachsen-Anhalt

Freidenker Nr. 4-16 Dezember 2016

Montag, 06. Februar 2017 von Thomas
Passend zum neuen Jahr erscheint der Neue Freidenker mit dem Thema Religion. Interessant die Thesen zur Religion, neben einer aktuellen Einschätzung der religiösen Situation weltweit und deren Ursachen, findet sich ebenfalls die Stellung welche der Verband Religionen gegenüber einnimmt. Der erste Abschnitt ist der Entwicklung religiöser Überzeugungen, ihren Institutionen und der Religionskritik gewidmet, der zweite Abschnitt ist mit „das Phänomen Religion aus philosophischer und historischer Sicht“ überschrieben, der dritte Anschnitt beschäftigt sich mit der marxistischen Religionskritik und der Freidenkerbewegung und im vierten Abschnitt geht es um Toleranz, Gleichberechtigung und humane Gesellschaft.
Darüber hinaus sind weitere interessante Beiträge enthalten.
Das Thema ist nicht nur interessant, weil sich 2017 der Thesenanschlag Luthers zum 500ten mal jährt, sondern weil Religiosität weltweit gegenwärtig im zunehmen begriffen ist. Warum und wieso verdient hinterfragt zu werden, im Freidenker werden mit den Thesen eine Grundlage zur Diskussion geboten.

Freidenker-Brief Nr. 1/2017  v.  4. Februar 2017

Montag, 06. Februar 2017 von Thomas

Gegen diesen NATO-Wahnsinn

» Trump als neuer US-Präsident – das hat viele erschüttert. Wir trösten uns, dass die NATO am meisten schockiert ist. Die mit der bewährten Kriegsverbrecherin und erhofften US-Präsidentin geplante Einweihung des neuen Hauptquartiers in Brüssel im Frühjahr wurde vorsichtshalber erstmal verschoben. Hält der Neue an den US-Truppen an der russischen Grenze fest, sagt er gar die „Raketenabwehr“ ab, will er noch Assad stürzen? Chefmilitaristen des Westens durchleben eine Sinnkrise, Obamas Abschiedsbesuch in Berlin wird als „Übergabe des Staffelstabes an die neue Führerin der Freien Welt“ kommentiert. „Antiamerikanismus“, immer der Friedensbewegung vorgeworfen, scheint sich in den NATO-Hauptstädten und Leitmedien breit zu machen. Doch die angedrohte grandiose Aufrüstung hatte 2014 schon der Friedensnobelpreisträger in Merkels Pflichtenheft diktiert: 2% vom Bruttoinlandspodukt bedeutet eine Erhöhung des Rüstungsetats von 34 auf 65 Mrd. Euro.

Ohne Illusionen und Kaffeesatzleserei über die künftige US-Politik: Anlass zum Protest gegen diesen NATO-Wahnsinn, gegen eine neue EU-Armee, gegen deutsche Kampfdrohnen und „nukleare Optionen“ haben wir allemal – z. B. zur Münchner „Sicherheitskonferenz“ vom 17.-19.02.2017“«  (Aus „Freidenker“ Nr. 4-16, des vierteljährlichen Verbandsorgan des DFV)

In dieser Lage zu einigen neuralgischen Punkten folgende Hinweise:

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Zum Beitrag habe ich folgenden Leserbrief …

Samstag, 12. November 2016 von Thomas
img_0003In der Jungen Welt fand sich ein Interview zum Thema Reformationsjubiläum, auf dieses Interview wurde ich mittels Facebook aufmerksam und war über die getroffenen Aussagen etwas befremdet. Als objektiv historisch kann die Herangehensweise des Interviewten nicht betrachtet werden, eher als populistisch, reißerisch, verwerfend, verurteilend, nicht urteilend, die konkret historische Situation zu Luthers Zeiten, die gesellschaftlichen Verhältnisse, Entwicklungen, Erkenntnise usw. wsf. werden einfach negiert. Dazu dann noch eine reichlich abwegige Forderung, welche maximal dazu taugt etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen, und das war es. Schlussendlich gilt es Luther nicht entsprechend zu würdigen, sondern in Bausch und Bogen zu verurteilen, begründet wird dieses mittels oberflächlicher Betrachtungsweise, in dem einzelne Aussagen Luthers in den Vordergrund gestellt werden, ohne diese im jeweiligen Kontext zu betrachten. Auf die Frage am Ende, wer anstelle Luthers gewürdigt werden solle, fallen nicht etwas Zeitgenossen desselben ein, sondern es wird auf den italienischen Wissenschaftler Galilei zurückgegriffen, mit dessen Leben sich Brecht trefflich auseinandersetze und der kein Zeitgenosse Luthers war, sondern ca. 100 Jahre nach ihm lebte, in einem Italien, welches noch unter der Knute des Katholizismus stöhnte!

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Dresden – Paris und zurück

Freitag, 09. Januar 2015 von Thomas

Freidenker-Brief Nr. 1/2015 v. 9. Januar 2015

Dresden – Paris und zurück

Der kaltblütige Mord in Paris hat weltweit Trauer ausgelöst. Die Geschwindigkeit allerdings, mit der Politik und Medien bereits die Motive der Mörder kennen, bevor sie die Mörder kennen, geschweige denn Ermittlungen begonnen hätten, muss sehr verwundern. Die schnelle Deutung und Schuldzuweisung könnte auf hellseherischen Fähigkeiten beruhen, oder einem schon existierenden ‚Drehbuch‘. Nach der fixen Schuldzuweisung an Muslime und den Islam verblüfft als Nächstes, dass die selben Politiker und Medien davor warnen, das Pariser Attentat könnte Wasser auf die Mühlen von ‚Ausländerfeinden‘ und jenen sein, die gegen „Islamisierung“ demonstrieren. Also der Geschichte erst selbst diesen Dreh geben, dann davor warnen?

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Ein Bild des Anstoßes

Donnerstag, 08. Januar 2015 von Thomas

Vor Tagen hatte ich gelesen, auf Facebook, eine Diskussion um ein Foto, welches sich auf der Facebook-Seite des Vorsitzenden des DFV fand. Es ging ziemlich hart zur Sache und es wurde weniger geurteilt, als verurteilt. Manchen schien es ein gefundenes Fressen zu sein, wenn der Vorsitzende des DFV solch ein Foto veröffentlicht, Credo, so setzt er sich ins Unrecht und all sein Tun kann zumindest in Frage gestellt werden, also Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker und Gegner. Wie leichtgläubig kommen Menschen daher, wie naiv und Vorurteilsbeladen agieren Sie, in der Hoffnung vermeidliche Schwächen anderer in eigene Stärke zu verwandeln. Erschreckend das Niveau mancher Diskutanten in ihrer Freude über die vermeidliche Schmach des anderen, des Kritikers, ihres ausgemachten politischen Antipoden. Es ist ihnen ihr Glück auf der Seite ihrer Erdscheibe anzumerken, sie frohlocken, ohne jedoch zu begreifen, dass die Erde schon lange keine Scheibe mehr, ja nie eine war und der Kritisierte eigentlich ihr Nachbar ist. Auf Facebook wurde ich auch auf die Stellungnahme** des DFV aufmerksam und begann einen Kommentar zu schreiben, allein ist er etwas länger geworden und so werden ich folgende Gedanken zum Thema hier veröffentlichen:

Facebook ein soziales Netzwerk, wirklich? Doch eher eine Werbeplattform für Waren, Dienstleistungen und vor allen Ansichten, Ideen, Ideologien. Facebook verbindet und spaltet, es hilft polarisieren, Aufmerksamkeit zu generieren, Auseinandersetzungen zu führen. Gerade letzteres nimmt zu, allein schon aus dem Grund, da über dieses Netzwerk mehr Menschen erreicht werden können, als heute mit anderen Medien, speziell den klassischen, wie Rundfunk, Fernsehen und Tageszeitungen. Dabei wird sich einfacher Mittel bedient, Texte sind selten substanziell, es wird mit Schlagworten operiert und diese sollen ja bekanntlich treffen. Oberflächlichkeit wird kultiviert und in einem immer umfassenderem Maße praktiziert, es wird geteilt und genau betrachtet, über so manches zu teilende nicht einmal nachgedacht, es wird oft nicht hinterfragt, der ersten Emotion nachgebend wird geklickt. Bilder wie das obenerwähnte sind nicht neu und als ich noch in der DDR lebte, wurde ich gelegentlich mit der Auffassung konfrontiert, dass solches zur Freiheit westlichen Seins gehört. Im Westen durfte man sogar Politiker beleidigen, im Osten wurde man dafür eingesperrt, so das Kredo! Als Meinungsfreiheit wird dergleichen bezeichnet, ein hohes Gut, im Grundgesetz manifestiert, doch ohne Wert! Denn was ist schon eine Meinung? Jeder hat eine, kann sich eine bilden und wird bei der Meinungsbildung durch die verschiedensten Medien unterstützt. Da nun ernsthaft keiner behaupten möchte, dass jede Meinung der Wahrheit entspricht, ist ein Bestandteil der Meinungsfreiheit eben auch die Freiheit der Lüge!

Ja Facebook, ein soziales Netzwerk, es verbindet, es spalte, es polarisiert, manipuliert und ist manipulierbar! Seiten können gehakt werden und das sicher nicht im Interesse vordergründiger Nutzer. Aber nicht nur aus diesem Grund sollte sich der Frage nicht verschlossen werden, warum, wieso, weshalb ein solches Bild auf der Seite des Vorsitzende des deutschen Freidenkserverbandes erscheint? Ich kann nicht sagen wie oft ich mit diesem Bild im Internet konfrontiert wurde, allgemeine Stürme der Erregung oder Entrüstung konnte ich bis jetzt allerdings nicht feststellen. Es scheint ziemlich egal zu sein, ob Hinz und Kunz, ob Lieschen Müller, oder Otto Normal ein solches Bild teilt und weiterverbreitet, manche mögen es gut finden, andere werden Ekel empfinden, es als abstoßend und beleidigend einstufen, einen „GEFÄLT MIR NICHT“ Knopf gibt es nicht und so wird meistens darüber hinweggegangen und geschwiegen. Und warum sollte gerade ein Mann wie Klaus Hartmann, Vorsitzender des DFV, ein solches Bild verbreiten? Wir sind doch hier nicht in der politischen Klippschule, oder doch? Wie viel Naivität steckt dahinter solches ernsthaft zu glauben? Hier soll ein Mensch und mit ihm ein Verband diskreditiert werden, welcher nicht ins politische Kalkül passt, weil konsequent gegen Kriegstreiberei und andere barbarische Auswüchse dieses Systems angetreten wird. Ein Verband welcher nun nicht gerade zu den größten in diesem Land gehört, aber dessen Einfluss wohl als gefährlich angesehen wird. Ein Verband, welcher weltanschaulich materialistisch ausgerichtet ist und das dialektisch und historisch.

Wir leben in einer Zeit sich zuspitzender Widersprüche, wobei jedes alternative Denken im Rahmen der Meinungsfreiheit zulässig ist, solange es das System selbst nicht in Frage stellt. Konsequente Kritik am System, es sogar in Frage zu stellen, wird hingegen nur solange geduldet, solange diese Kritik bedeutungslos ist. So gesehen ist die Auseinandersetzung um ein Foto auf der Facebook-Seite des Verbandsvorsitzenden des DFV ein Zeichen für die Wirksamkeit seines Agierens! Und machen wir uns doch nichts vor, sein wir dialektisch und erinnern uns an die verschiedensten Geheimdienstskandale der letzten Zeit, nichts ist unmöglich und wenn es um Macht, um Machterhaltung geht, scheint jedes Mittel recht zu sein! Das ist allerdings alles andere als neu und hat mit Verschwörungstheorien nichts zu tun, es ist Realität!

Th. Loch

Bild: zu sehen ist eine üppige Prostituierte mit dem Kopf der Bundeskanzlerin, welche sich ihren Freiern präsentiert und versehen wurde das ganze mit einer faschistoiden Unterschrift. Gefunden habe ich den Verweis und die folgende Diskussion auf der Facebook-Seite von Frau Ditfurth, wobei diese anscheinend und insbesondere in ihrer Stellung zum Staat Israel die größten Diskrepanzen mit dem Vorsitzenden des DFV hat. In verschieden Beiträgen und Diskussionen wird Antizionismus und Antisemitismus gleich gesetzt.

gehakt, zerhakt,

 

Freidenker Nr. 2-14 Juli 2014

Dienstag, 29. Juli 2014 von Thomas
Vor einigen Tagen habe ich den neuen Freidenker, das Verbandsorgan des Deutschen Freidenker-Verbandes e.V. erhalten. Das Hauptthema ist Sprache, es geht in diesem Zusammenhang um Erkenntnis – Kommunikation – Herrschaft.
„Sprache aus den Bedürfnissen des gesellschaftlichen Lebens, insbesondere der Produktionstätigkeit, hervorgegangenes und sich ständig entwickelndes System verbaler Zeichen, das der der Formierung der Gedanken, dem Denken, im Prozess der Erkenntnis der objektiven Realität durch die Menschen dient und den Austausch ihrer Gedanken und emotionalen Erlebnisse sowie die Fixierung und Aufbewahrung des erworbenen Wissens ermöglicht. …“ So der Beginn eines Textes zur Sprache in einem Wörterbuch.
Dieses Thema ist hoch aktuelle und das nicht nur im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ereignissen in der Ukraine und der Berichterstattung darüber, sondern auch das Leben in diesem Land betreffend. Eine Ergänzung passend zum Thema:

An ihrer Sprache sollt Ihr sie erkennen … ist ein Beitrag überschrieben, welcher sich mit dem Gebrauch von Sprache im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ereignissen in der Ukraine und deren Spiegelung in den Medien auseinandersetzt.
In einem anderen Zusammenhang erhielt ich Werbung für die Junge Welt, „3 Monate jW für 60,-€, inklusive Bildungsprämie*“. Im Text dazu ist unter anderem zu lesen: „Aber es gibt die junge Welt – eine Bastion für Vernunft, Zurückhaltung, Ruhe und Schönheit, die Ihnen ein Bildungsangebot der besonderen Art macht. Lassen Sie es uns im Shakespeare-Jahr mit Hamlet sagen: >>Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage:/Ob´s edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern/Des wütenden Geschicks erdulden oder,/Sich waffnend gegen eine See von Plagen,/Durch Widerstand sie enden?<< Wir sind für Widerstand gegen Analphabetismus jeder Art, politischen, philosophischen, geschichtlichen und sonstigen** – schon aus eigenem Interesse: jW soll auch in Zukunft gelesen und verstanden werden.“

**von mir herausgehoben

 

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