Landesverband Sachsen-Anhalt

Aufruf zum Ostermarsch – am 02.04.2018 in Letzlingen / Sachsen – Anhalt

Mittwoch, 14. März 2018 von Webredaktion

Bildschirmfoto 2018-03-12, 14:39Uhr

Ostermärsche 2018 finden an verschiedenen Orten statt und auch wenn die Teilnehmerzahlen nicht mehr jene sind, wie in den Anfangsjahren der Ostermärsche, ist ihre Bedeutung allerdings gestiegen. Es ist wichtig den Kampf gegen den Krieg zu führen, egal ob in seiner praktischen Entfaltung, in Vorbereitung, oder in Planung. Die Kriegsgefahr war in den letzten Jahrzehnten nie so hoch wie heute, die NATO hat erhebliche Truppen an der russischen Grenze stationiert, führt dort große Manöver durch und es wird weiter aufgerüstet. Weitere Krisenherde werden geschaffen, bestehende ausgeweitet und Kriege verschärft. Der Kampf um Einflusssphären nimmt zu, was auch gut an sich zuspitzenden Widersprüchen zwischen den ökonomischen Machtzentren USA, EU und Japan zu sehen ist. Die EU beschleunigen den Aufbau ihrer Militärstrukturen, die USA versuchen dem mit stärkerer Bindung verschiedener EU-Staaten, insbesondere der Bundesrepublik, an die NATO, entgegenzuwirken.

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Freidenker-Brief Nr. 4 – 2017 vom 16. November 2017

Donnerstag, 23. November 2017 von Webredaktion

Seit dem 6. November 2017 existiert ein Aufruf der Friedensbewegung mit der Forderung „Abrüsten statt aufrüsten!“

Klaus Hartmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbands, unterstützt den Appell als Protest gegen Militarisierung und Aufrüstung.

Zum Hintergrund:

  1. Zur Verdeutlichung der Position des Deutschen Freidenker-Verbands heißt es in der Unterstützungserklärung vom 12. November 2017 im Einzelnen:

Auf 2% ihrer Wirtschaftsleistung sollen die Ausgaben für Krieg und Vernichtung in den NATO-Staaten bis 2024 steigen. Für Deutschland bedeutet diese Steigerung auf über 70 Milliarden Euro fast eine Verdoppelung des Wehretats.

Diese von US-Präsident Trump wiederholt angemahnte Verpflichtung stammt noch aus der Zeit seines Vorgängers und „Friedensnobelpreisträgers“ Obama, der diesen Wahnsinn beim NATO-Gipfel 2014 den „Partnern“ ins Pflichtenheft diktiert hat.

Dagegen mobil zu machen, ist ein Gebot der Stunde: trotz täglichem Klamauk über die Regierungsbildung wird durch die künftigen Koalitionäre die Hochrüstung nie thematisiert, geschweige denn in Frage gestellt. Das ist angesichts von Kinder- und Altersarmut, Lehrermangel und Pflegenotstand ein gesellschaftlicher Skandal ersten Ranges.

Die NATO-Verpflichtung zur Verdoppelung der Kriegsausgaben macht – über den vorgelegten Aufruf hinaus – die Forderung nach dem Austritt Deutschlands aus diesem Kriegsbündnis hochaktuell. Die nächste Bundesregierung muss auch mit der Forderung konfrontiert werden, endlich die US-Atomwaffen aus Büchel abzuziehen und die Kriegsdrehscheibe Air Base Ramstein zu schließen. Dies ist seitens der Bundesregierung durch Kündigung des Stationierungsabkommens für ausländische Truppen mit einer Kündigungsfrist von zwei Jahren realisierbar.

Um die dafür erforderliche gesellschaftliche Bewegung in Gang zu setzen, sind einerseits spektakuläre Aktionen notwendig, die den Zusammenhang zwischen Rüstungsgeldern und fehlenden Mitteln für Soziales, Bildung, Gesundheit und Umwelt deutlich machen. (more…)

Freidenker-Brief Nr. 1/2017  v.  4. Februar 2017

Montag, 06. Februar 2017 von Thomas

Gegen diesen NATO-Wahnsinn

» Trump als neuer US-Präsident – das hat viele erschüttert. Wir trösten uns, dass die NATO am meisten schockiert ist. Die mit der bewährten Kriegsverbrecherin und erhofften US-Präsidentin geplante Einweihung des neuen Hauptquartiers in Brüssel im Frühjahr wurde vorsichtshalber erstmal verschoben. Hält der Neue an den US-Truppen an der russischen Grenze fest, sagt er gar die „Raketenabwehr“ ab, will er noch Assad stürzen? Chefmilitaristen des Westens durchleben eine Sinnkrise, Obamas Abschiedsbesuch in Berlin wird als „Übergabe des Staffelstabes an die neue Führerin der Freien Welt“ kommentiert. „Antiamerikanismus“, immer der Friedensbewegung vorgeworfen, scheint sich in den NATO-Hauptstädten und Leitmedien breit zu machen. Doch die angedrohte grandiose Aufrüstung hatte 2014 schon der Friedensnobelpreisträger in Merkels Pflichtenheft diktiert: 2% vom Bruttoinlandspodukt bedeutet eine Erhöhung des Rüstungsetats von 34 auf 65 Mrd. Euro.

Ohne Illusionen und Kaffeesatzleserei über die künftige US-Politik: Anlass zum Protest gegen diesen NATO-Wahnsinn, gegen eine neue EU-Armee, gegen deutsche Kampfdrohnen und „nukleare Optionen“ haben wir allemal – z. B. zur Münchner „Sicherheitskonferenz“ vom 17.-19.02.2017“«  (Aus „Freidenker“ Nr. 4-16, des vierteljährlichen Verbandsorgan des DFV)

In dieser Lage zu einigen neuralgischen Punkten folgende Hinweise:

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Zum Ostermarsch 2016

Mittwoch, 16. März 2016 von Thomas
Ostermarsch2016-Bildschirmfoto2016-03-16-13-25

Bildschirmfoto 2016-03-16, 13:25Uhr

Frieden und Friedensbewegung, der Friede ist bedroht und bundesdeutsche Politik ist nicht unschuldig daran. Mit den Folgen gegenwärtiger Kriege werden die Menschen in diesem Land immer intensiver und direkter konfrontiert, was die verschiedensten Gruppierungen auf den Plan ruft, welche politisches Kapital daraus zu ziehen suchen. Das derlei nicht ohne Erfolg ist, ist gut an den jüngsten Wahlergebnissen zu sehen. Ängste werden geschürt und instrumentalisiert, allerdings in erster Linie Ängste vor den Folgen gegenwärtiger Kriege, nicht vor den Kriegen selbst. Und so werden als Gegner die Opfer gegenwärtiger Kriege ausgemacht, nämlich die zunehmende Zahl an Flüchtlingen. Der Krieg selbst, die Kriegstreiber werden weiter verschleiert.
Aber es gibt auch andere Bestrebungen, so finden sich Menschen zusammen, welche gegen Krieg und Kriegsvorbereitung antreten, welche Aufklären über die eigentlichen Ursachen von Kriegen und Gefahren welche mit Krieg verbunden sind.
Eine Tradition haben im Kampf gegen Krieg die Ostermärsche, in den letzten Jahren zwar an Bedeutung verloren, ist es notwendig auch diese Form des Kampfes für den Frieden zu unterstützen, zu zeigen, dass es Kräfte in diesem Land gibt, welche sich für Frieden und gegen imperialistische Kriege aussprechen. Eine Mehrheit der Deutschen sind gegen Kriegseinsätze, so die Statistik verschiedener Meinungsforschungsinstitutionen, allerdings führt dieses nicht automatisch dazu, dass diese Menschen ihr Interesse auch entsprechend artikulieren.
Die Ostermärsche sind eine gute Gelegenheit, sie finden an verschiedenen Orten statt, so auch im Norden Sachsen-Anhalt.

Zum Ostermarsch 2016
und 274. Friedensweg der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe
Ostermontag, 28. März 2016 in Haldensleben
„Die Waffen nieder!“

Hier findet sich der Text zum Aufruf zum Ostermarsch am 28. März 2016 in Haldensleben.

Der Landesverband Sachsen-Anhalt des Deutschen Freidenker-Verband unterstützt dieses Vorhaben. Der Deutsche Freidenker-Verband ist nicht nur eine Weltanschauungsgemeinschaft, eine Interessenvertretung Konfessionsfreier, sowie Antidiskriminierungs- und Kulturorganisation, sonder auch eine der ältesten Friedensbewegungen Deutschlands. Der Aufruf, „Die Waffen nieder!“ stammt von einer der populärsten Mitglieder des Deutschen Freidenker-Verbands, Bertha von Suttner, eine Tradition, welche bis heute konsequent fortgesetzt wird. Das in der Gegenwart gerade der Kampf um den Frieden an Bedeutung gewinnt, ist offensichtlich, offensichtlich ist aber auch, dass diese Auseinandersetzungen an Schärfe zunehmen und von verschiedensten Seiten geführt wird.

Die Indianer Nordamerikas -die Geschichte eines Völkermordes-

Sonntag, 12. Juli 2015 von Thomas

Nach der anfangs noch langsamen aber nachhaltigen Besiedlung der nordamerikanischen Küstengebiete durch Engländer, Holländer und Franzosen wurde nach der Unanhängigkeit der USA die Eroberung des Westens (westlich der Appalachen) in Angriff genommen. Dabei wurden immer wieder auch „biologische“ Waffen eingesetzt. Die von der Regierung beauftragten Agenten lieferten gerne auch mal mit Pocken verseuchte Decken aus den Pest-Häusern der Küstenstädte und ganze Stämme wurden mangels natürlichen Immunschutzes ausgerottet. Erinnern wir uns an die Zeit vor der Unanhängigkeit. 1756 im großen Krieg der Franzosen (Kanada) gegen die Engländer, wurden auch die Stämme im jeweiligen Machtbereich aufeinander gehetzt. Das Skalpieren – eine Technik aus dem schottischen Hochland – wurde zum Inbegriff „indianischer Grausamkeit“. Das die Briten die Indianer mit Schnapsprämien für französische Skalpe köderten – ebenso umgekehrt, wen interessierte das. Nach dem Sieg der Engländer vor Quebec wurde der gesamte Bereich britisch, aber die restriktiven Zollgesetze und andere Unterdrückungsmaßnahmen der Kolonialherren führten wenig später zum Unabhängigkeitskrieg von 1776. Beim nächsten Krieg der USA gegen die Briten (1812) hofften einige der nördlichen Stämme auf Hilfe der in Kanada stationierten britischen Truppen. Tecumseh steht für den verzweifelten Versuch der Indianer, auf diese Weise die vordringenden amerikanischen Siedler zu stoppen. Nach der Niederlage der Briten vor New Orleans und an den Großen Seen wurden die Stämme aufgerieben. Man eroberte Florida von den Spaniern (1819) vertrieb die dort ansässigen Seminolen oder brachte sie gleich um und begann 1820 mit der INDIAN REMOVAL BILL unter Präsident Jackson, mit den Zwangsumsiedlungen der im Mittleren Westen lebenden Indianer-Stämme. Der Spruch „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer“ stammt aus diesen Jahren. Dieses aggressive Vorgehen brachte die Stämme an den Rand des Untergangs. Im Vorfeld des drohenden Konfliktes mit Mexiko eroberte man den Süden (Texas, Kalifornien und Teile der späteren Staaten New Mexiko und Arizona) und damit verdrängte man auch dort die Indianerstämme. Im Krieg 1846/48 wurde im Süden der Rio Grande die Grenze zu Mexiko. Andere, innere Probleme bescherten den USA den Bürgerkrieg. Wieder kämpften auch Indianer auf beiden Seiten als Scouts und Irreguläre. Nach dem Krieg stellte die USA eine Neue Kavallerie-Truppe aus den entwurzelten und entmenschten Veteranen des Bürgerkriegs auf und nun hatte man Zeit sich dem Indianerproblem voll zuzuwenden. Die Prämisse war: Die Rothäute nutzen ihren fruchtbaren Boden ja doch nicht, das Gold in ihren Bergen und andere Bodenschätze ebenso nicht.
Also wurde gelogen, betrogen und gemordet. Verträge wurden gebrochen, ehe noch die Tinte trocken war. Gründe lieferten oft genug Provokationen von zwielichtigen Händlern oder Desperados und willige Häuptlinge unterschrieben so ziemlich alles, was man ihnen vorlegte. 1869 wurde die erste transnationale Eisenbahnverbindung fertig gestellt. Damit hatten die Indianer ihre letzten Chancen verloren.
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Dresden – Paris und zurück

Freitag, 09. Januar 2015 von Thomas

Freidenker-Brief Nr. 1/2015 v. 9. Januar 2015

Dresden – Paris und zurück

Der kaltblütige Mord in Paris hat weltweit Trauer ausgelöst. Die Geschwindigkeit allerdings, mit der Politik und Medien bereits die Motive der Mörder kennen, bevor sie die Mörder kennen, geschweige denn Ermittlungen begonnen hätten, muss sehr verwundern. Die schnelle Deutung und Schuldzuweisung könnte auf hellseherischen Fähigkeiten beruhen, oder einem schon existierenden ‚Drehbuch‘. Nach der fixen Schuldzuweisung an Muslime und den Islam verblüfft als Nächstes, dass die selben Politiker und Medien davor warnen, das Pariser Attentat könnte Wasser auf die Mühlen von ‚Ausländerfeinden‘ und jenen sein, die gegen „Islamisierung“ demonstrieren. Also der Geschichte erst selbst diesen Dreh geben, dann davor warnen?

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