{"id":1006,"date":"2023-04-05T00:28:39","date_gmt":"2023-04-04T22:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/?p=1006"},"modified":"2023-04-05T00:28:39","modified_gmt":"2023-04-04T22:28:39","slug":"freidenker-nr-1-23-verfemte-kuenstler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/?p=1006","title":{"rendered":"Freidenker Nr. 1-23 \u2013 Verfemte K\u00fcnstler"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=15624\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aktuelle Freidenker<\/a> ist da, Thema Kunst, speziell verfemte K\u00fcnstler, also der Umgang mit den K\u00fcnstlern, welche nicht dem Hauptstrom folgen, sondern bewusst gegen den Strom schwimmen. Es hat sie gegeben und es gibt sie, manche popul\u00e4r, von anderen ist kaum was zu h\u00f6ren, in den Medien selten bis nicht pr\u00e4sent und wenn einmal pr\u00e4sent in den Medien, wurden sie oft verbannt, wenn ihre offene Kritik als unliebsam erkannt. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Da in der Gegenwart sich allgemeine, gesellschaftliche Widerspr\u00fcche zuspitzen und Kunst eine Waffe ist, wird diese zugelassen, wenn sie den herrschenden Anspr\u00fcchen gen\u00fcgt, sich in allgemeiner Beliebigkeit ergie\u00dft, trivial und gef\u00fchlsduselig daherkommt, Vielfalt propagiert und Einfalt praktiziert, an die Einf\u00e4lligkeit appelliert, ja dann wird sie gern hofiert und honoriert. Doch wenn sie hinterfragt, widerspricht, zum nachdenken anregt, Zusammenh\u00e4nge offenbart, sich nicht dreht um des Kaisers Bart, welcher lange schon nicht mehr hart, dann ist es schlecht um sie bestellt, sie wird angebellt, verlacht und \u00fcberwacht, als w\u00e4ren sie mit sich selbst verkracht. <\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Doch sie ist da und wahr, im kleinen, wie im gro\u00dfen, wird geh\u00f6rt, gesehen, gelesen, sie repr\u00e4sentiert ihr widerspr\u00fcchlich Wesen, allein wenn sie widerspricht, auffordert, sich auseinandersetzt und alles als heilig, unumst\u00f6\u00dflich geltende erkennt und in seiner Verg\u00e4nglichkeit benennt.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ohne K\u00fcnstler keine Kunst, nur was ist Kunst? <\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Kultur, Kulturverfall und letzterem <\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">hat und <\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">wird progressive Kunst entgegen wirken. Ja die <\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eKunst, eine spezifische Art und Weise der Widerspiegelung, der Erkenntnis, Aneignung, Gestaltung und Formung der Wirklichkeit durch den Menschen. Die Kunst ist ihrem Wesen nach \u00e4sthetische Form des gesellschaftlichen Bewusstsein. Sie spiegelt nicht spezielle Einzelbereiche und Seiten des gesellschaftlichen Seins wieder (wie zum Beispiel die Gesellschaftswissenschaften mit ihren spezifischen Untersuchungsergebnissen), sondern vermittelt \u2013 entsprechend ihren jeweiligen Gattungsgesetzen \u2013 vielf\u00e4ltige gesellschaftliche Beziehungen in ihrem Bezug auf den Menschen, auf seine Entwicklung als \u201eEnsemble gesellschaftlicher Verh\u00e4ltnisse\u201c. <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>(Marx, MEW, 3, S. 6) Gegenstand der Kunst ist der Mensch mit seinen mannigfaltigen Lebensinteressen, mit seinen praktischen, intellektuellen, sittlichen und \u00e4sthetischen F\u00e4higkeiten und Bed\u00fcrfnissen, mit seinen vielf\u00e4ltigen Beziehungen zu den Objekten, Situationen, Handlungen in Natur und Gesellschaft, wie sie sich auf Grund seiner sch\u00f6pferischen T\u00e4tigkeit in allen Lebensbereichen innerhalb einer historisch-konkreten Gesellschaftsordnung ergeben. Die Kunst ist wesentlicher Bestandteil der Kultur. <\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><i><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Als besondere Form der geistigen T\u00e4tigkeit hat sich die Kunst bereits in fr\u00fchen Stadien der Urgesellschaft herausgebildet. Ihre ideelle und formale Entwicklung ist auf das engste mit dem Arbeitsprozess des Menschen verbunden und wurde auf der Grundlage zunehmender gesellschaftlicher Arbeitsteilung m\u00f6glich. Dadurch \u201ehat die Menschenhand jenen hohen Grad von Vollkommenheit erhalten, auf dem sie Raffaelsche Gem\u00e4lde, <\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Thorvaldsensche Statuen, Paganinische Musik hervorzaubern konnte\u201c (Engels, MEW, 20, S.446) Die Einzelnen Kunstgattungen pr\u00e4gen sich im Verlauf eines langen historischen Prozesses der Menschheitsentwicklung aus. Man unterscheidet die einzelnen K\u00fcnste, wie z. B. Tanz, Musik, Malerei, Plastik, Architektur, Literatur, Theater, Film und innerhalb der K\u00fcnste verschiedene Gattungen und Genres. <\/span><\/span><\/i><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>In der Klassengesellschaft tr\u00e4gt die Kunst als Teil des ideologischen \u00dcberbaus Klassencharakter. Ihre Entwicklung ist letzten Endes von der jeweiligen Produktionsweise der Gesellschaft abh\u00e4ngig und wird durch die ihr entsprechenden Klassenverh\u00e4ltnisse ma\u00dfgeblich bestimmt. Mit zunehmender gesellschaftlicher Arbeitsteilung wird die k\u00fcnstlerische Bet\u00e4tigung in der antagonistischen Klassengesellschaft mehr und mehr zur Angelegenheit einer besonderen Schicht, die entweder direkt der herrschenden Klasse angeh\u00f6rt bzw. von ihr abh\u00e4ngig ist. <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>Zum anderen wird die Kunst in der antagonistischen Klassengesellschaft selbst zum Kampffeld der <\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>verschiedenen Klasseninteressen. In ihr \u00e4u\u00dfern sich die ideologischen Auffassungen, Lebensnormen, Sch\u00f6nheitsvorstellungen der sich feindlich gegen\u00fcberstehenden Klassenkr\u00e4fte.<\/b><\/i><\/span><\/span><i> <\/i><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>W\u00e4hrend die Kunst niedergehender Ausbeuterklassen von reaktion\u00e4ren Z\u00fcgen, vom Verfall des Menschenbildes und von Fortschrittsfeindlichkeit gekennzeichnet ist, bringt die Kunst aufsteigender Gesellschaftsklassen deren revolution\u00e4ren Kampf zum Ausdruck, gestaltet sie bedeutsame Ideen des gesellschaftlichen Fortschritts und ein humanistisches, vorw\u00e4rtsweisendes Menschenbild.<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i> Ihren sichtbaren Niederschlag findet die aus der antagonistischen Klassengesellschaft resultierende Widerspr\u00fcchlichkeit der Kunst im Imperialismus in dem Gegensatz zwischen der herrschenden imperialistischen Kultur und den Elementen einer demokratischen und sozialistischen Kultur. <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>Die herrschende Klasse im Imperialismus bem\u00fcht, die geistigen Bed\u00fcrfnisse der ausgebeuteten Klassen mit Pseudokunst <\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>und Kitsch zu befriedigen und progressive k\u00fcnstlerische Leistungen zu unterdr\u00fccken,<\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i> was zu einer tiefen Kluft zwischen Kunst und Volk f\u00fchrt. Im Klassenkampf der Arbeiterbewegung gegen den Kapitalismus entstand in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jh., insbesondere auf seit Beginn des 20. Jh., die Kunst des sozialistischen Realismus. Damit trat die Kunst in eine Epoche steter, von den werkt\u00e4tigen Massen getragener Aufw\u00e4rtsentwicklung. \u2026\u201c<\/i><\/span><\/span> <span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Einem \u00e4lteren W\u00f6rterbuch, aus einer anderen Zeit entnommen, <\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">abgeschrieben und gek\u00fcrzt <a href=\"https:\/\/kucaf.blogspot.com\/2023\/04\/kunst.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kopiert<\/a><\/span><\/span><span style=\"font-family: DejaVu Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der aktuelle Freidenker ist da, Thema Kunst, speziell verfemte K\u00fcnstler, also der Umgang mit den K\u00fcnstlern, welche nicht dem Hauptstrom folgen, sondern bewusst gegen den Strom schwimmen. Es hat sie gegeben und es gibt sie, manche popul\u00e4r, von anderen ist kaum was zu h\u00f6ren, in den Medien selten bis nicht pr\u00e4sent und wenn einmal pr\u00e4sent in den Medien, wurden sie oft verbannt, wenn ihre offene Kritik als unliebsam erkannt. 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