{"id":335,"date":"2017-03-26T22:17:45","date_gmt":"2017-03-26T20:17:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/?p=335"},"modified":"2017-03-26T22:26:58","modified_gmt":"2017-03-26T20:26:58","slug":"also-gloria-dem-heiligen-schein-im-menschlichen-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/?p=335","title":{"rendered":"Also Gloria dem heiligen Schein im menschlichen Sein!"},"content":{"rendered":"<div align=\"JUSTIFY\"><i>Vorwort: Fraglich ob \u00fcber \u00dcberschriften<\/i><i> zu manchen Beitrag in der Zeitung nachgedacht wird, in diesem Fall sicher, denn es geht nicht um Erkl\u00e4rungen, um Erkenntnis, sondern um Glauben! Das Leben m\u00f6ge alles m\u00f6gliche sein, allerdings nicht von Unerkl\u00e4rbarkeit betroffen, egal ob in seiner nat\u00fcrlichen Erscheinung, oder in der speziellen Form menschlichen Seins, in der Gesellschaft! <\/i><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\">\u201e<i><b>Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.\u201c <\/b><\/i><\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\" align=\"JUSTIFY\"><i><b>Kurt Tucholsky<\/b><\/i><\/div>\n<div align=\"JUSTIFY\"><\/div>\n<div align=\"JUSTIFY\">\u201eGedanken zur Zeit\u201c \u00fcberschrieben, kommt das Wort zum Sonntag in jeder Wochenendausgabe des Quedlinburger Harz Boten der <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/quedlinburg\" target=\"_blank\">MZ<\/a>, Rubrik Lokales, daher! Verschiedenste Weisheiten werden vermittelt und Illusionen und Irritationen auf dem Fade missionarischem Seins verbreitet. Gott der Herr soll es richten, an den Glauben wird appelliert, aus den Testamenten zitiert, oder das Wort gibt ein, was auszugeben, oder aufzuwenden ist, um allgemeine Gl\u00fcckseligkeit zu erlangen! Glaube statt Wissen, Illusion statt Realit\u00e4t und doch so real, das Wort zum Sonntag, \u00fcberschrieben mit \u201eGedanken zur Zeit\u201c. Das hatte ich letzte Woche geschrieben, um einige Gedanken zum Wort niederzuschreiben. \u00dcberschrieben war es damals mit: \u201eDaf\u00fcr w\u00fcrde ich alles geben\u201c! Allerdings blieb es beim Ansatz und beim Vorsatz, weitere Gedanken schrieb ich nicht nieder und nun ist das n\u00e4chste Wort zum Sonntag zu lesen, \u00fcberschrieben mit: \u201eDie Unerkl\u00e4rbarkeit des Lebens\u201c! Sicher k\u00f6nnt daraus ein weltanschauliches Thema werden, es ist sogar eins! Der Gegenstand der Betrachtung sind aktuelle Verschw\u00f6rungstheorien. Diese soll es ja reichlich geben, allerdings findet dieser Begriff oft auch Anwendung auf Theorien, welche sich mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen, in dem hinterfragt wird. Der Begriff des Verschw\u00f6rungstheoretikers wird gern und h\u00e4ufig Kritikern, mangels eigener Argumente, entgegengeschleudert, um deren Kritik zu entwerten. Dabei ist auch eine Verschw\u00f6rungstheorie eine Theorie und eine jede Theorie bedarf des Beweisens, wobei der entscheidende Pr\u00fcfstein einer jeden Theorie die Praxis ist!<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">Im Wort zum Sonntag, welches \u00fcberschrieben mit \u201eGedanken zur Zeit\u201c und in der Regel von kirchlichen W\u00fcrden-, und B\u00fcrdentr\u00e4ger\/innen geschrieben, geht es allerdings nicht um Wissen und Wahrheit, sondern um Glaube und so wird im j\u00fcngsten Wort sozusagen den neueren Verschw\u00f6rungstheorien eine der \u00e4ltesten entgegengesetzt. Das zu diesem Zwecke Theorien angef\u00fchrt werden, welche berechtigterweise zu hinterfragen sind, weniger der Aufkl\u00e4rung dienlich, sondern eher an den Glauben der Menschen, speziell ihrem religi\u00f6sen Glauben appellieren, verwundert nicht und so entpuppt sich das Wort zum Sonntag letztlich als eine Auseinandersetzung mit einer anderen Religiosit\u00e4t, als die am Ende empfohlene.<\/div>\n<div align=\"JUSTIFY\">Das Wort zum Sonntag, \u00fcberschrieben in der MZ mit \u201eGedanken zur Zeit\u201c, wird nicht umsonst geschrieben, in einem Gebiet, in dem die meisten Menschen l\u00e4ngst von den alten Religionen abgefallen sind und immer weniger Menschen konfessionell gebunden. Verschw\u00f6rungstheorien haben hingen Hochkonjunktur, aber nicht jede Verschw\u00f6rungstheorie ist auch eine, sondern wird von ihren Kritikern zu einer gemacht. Es ist eine aktuelle Form der Auseinandersetzung im gegenw\u00e4rtigen gesellschaftlichem System. So auch im Wort zum Sonntag, es wird konstatiert und geurteilt und als Alternative Glaube angeboten, religi\u00f6ser Glaube der alten Art. So wird an den Untertanengeist des Menschen appelliert, nicht hinterfragt, was Menschen veranlasst \u00fcber ihr Leben nachzudenken und zu diesem Zwecke die verschiedensten Wege zu gehen, sondern es wird festgestellt, dass der eine Glaube falsch und ein anderer Glaube richtig sei. Eine L\u00f6sung f\u00fcr die Probleme der Menschen wird damit nicht geboten, bestenfalls ein Trost und so sei hier auf <a href=\"http:\/\/kucaf.blogspot.de\/2009\/01\/theorie-wird-zur-materiellen-gewalt.html\" target=\"_blank\">Marx<\/a> zur\u00fcckgegriffen, welcher einst feststellte: <strong>\u201eDie Religion ist der Seufzer der bedr\u00e4ngten Kreatur, das Gem\u00fct einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zust\u00e4nde ist. Sie ist das <i>Opium <\/i>des Volkes.\u201c<\/strong> Dabei ist es egal ob es sich um althergebrachte Religionen, oder neuzeitliche Formen von Religiosit\u00e4t handelt. Die Menschen sind auf der Suche, sie beschreiten die verschiedensten Wege, gelegentlich haben sie auch ein Ziel, meistens wissen sie wogegen sie sind, allerdings selten konkret wof\u00fcr!<\/div>\n<div align=\"JUSTIFY\">Die Unerkl\u00e4rbarkeit des Lebens wird so nicht zur Erkl\u00e4rbarkeit, es wird nicht einmal versucht das gesellschaftliche Leben zu erkl\u00e4ren, sondern als Alternative wird die alte Religion, der Glaube zu einem Gott gepriesen. Also Gloria dem heiligen Schein im menschlichen Sein!<\/div>\n<div class=\"separator\"><a href=\"https:\/\/3.bp.blogspot.com\/-tTRWzBp2YY4\/WNe9slh8XpI\/AAAAAAAAB4Y\/GsPyrAg9mhIBLV7ftJdLJf7ibQGNGzYZACLcB\/s1600\/montageWzS.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/3.bp.blogspot.com\/-tTRWzBp2YY4\/WNe9slh8XpI\/AAAAAAAAB4Y\/GsPyrAg9mhIBLV7ftJdLJf7ibQGNGzYZACLcB\/s200\/montageWzS.jpg\" width=\"161\" height=\"200\" border=\"0\" \/><\/a><\/div>\n<div align=\"JUSTIFY\"><\/div>\n<div align=\"JUSTIFY\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort: Fraglich ob \u00fcber \u00dcberschriften zu manchen Beitrag in der Zeitung nachgedacht wird, in diesem Fall sicher, denn es geht nicht um Erkl\u00e4rungen, um Erkenntnis, sondern um Glauben! 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