{"id":813,"date":"2022-06-30T16:51:16","date_gmt":"2022-06-30T14:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/?p=813"},"modified":"2022-06-30T16:51:16","modified_gmt":"2022-06-30T14:51:16","slug":"die-jahresproduktion-von-us-munition-reicht-der-ukraine-nur-fuer-zehn-tage-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/?p=813","title":{"rendered":"DIE JAHRESPRODUKTION VON US-MUNITION REICHT DER UKRAINE NUR F\u00dcR ZEHN TAGE KRIEG"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><em><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Screenshot-2022-06-30-at-16-41-22-Die-Jahresproduktion-von-US-Munition-reicht-der-Ukraine-nur-fuer-zehn-Tage-Krieg.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-814 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Screenshot-2022-06-30-at-16-41-22-Die-Jahresproduktion-von-US-Munition-reicht-der-Ukraine-nur-fuer-zehn-Tage-Krieg-150x150.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Screenshot-2022-06-30-at-16-41-22-Die-Jahresproduktion-von-US-Munition-reicht-der-Ukraine-nur-fuer-zehn-Tage-Krieg-150x150.png 150w, https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Screenshot-2022-06-30-at-16-41-22-Die-Jahresproduktion-von-US-Munition-reicht-der-Ukraine-nur-fuer-zehn-Tage-Krieg-144x144.png 144w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>von Rainer Rupp<\/span><\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 27.06.2022 auf <a href=\"https:\/\/test.rtde.tech\/europa\/141826-usnato-experten-uberrascht-russland-gewinnt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Einer der gr\u00f6\u00dften Fehler der US\/NATO-Politiker und ihrer beratenden &#8222;Experten&#8220; ist, dass sie die russische Wirtschaft, ihre Tiefe und ihre au\u00dferordentliche Widerstandskraft total untersch\u00e4tzt haben und sich auch jetzt noch nicht von ihren d\u00fcmmlichen Vorurteilen l\u00f6sen, dass Russland &#8222;eine Tankstelle mit Atomraketen&#8220; ist. Da erz\u00e4hlen Kommentatoren, dass die russische Wirtschaft nicht gr\u00f6\u00dfer ist als die von Texas oder Belgien, da gibt es Fragen, ob Russland au\u00dfer Gas und \u00d6l noch was anderes produziert, das exportiert werden kann.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Diese Leute fragen jedoch nie, wie gro\u00df das russische Weltraumprogramm ist, wie viele Atom-U-Boote das Land herstellt, wie viele neue U-Bahn-Stationen, Flugh\u00e4fen oder Br\u00fccken in Russland j\u00e4hrlich gebaut und er\u00f6ffnet werden, wie viele Arten von Flugzeugen und Lastwagen in Russland herstellt werden ober wie viel Nahrung anbaut und exportiert wird. Stattdessen werden d\u00fcmmliche Vergleichen mit Indikatoren gemacht, die die St\u00e4rke der realen Wirtschaft Russlands nicht messen, sondern verzerren, die vor allem hei\u00dfe Luft z\u00e4hlen, die sich in den \u00fcber jegliche Vorstellungskraft hinaus aufgebl\u00e4hten westlichen Finanz- und Bankensystem als fiktiver Reichtum angesammelt hat.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">W\u00fcrden sie die reale Produktion der russischen Wirtschaft als Vergleichsbasis heranziehen, anstatt st\u00e4ndig mit dem l\u00e4cherlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf Dollar-Rubel-Basis zu hantieren, dann h\u00e4tten interessierte Politiker auch l\u00e4ngst erkannt, dass Russlands Wirtschaft fast autark ist. Aber so viel Intellekt kann man von US\/NATO-Kriegstreibern nicht erwarten, zumal das ihren Glauben an die eigene Propaganda zerst\u00f6ren w\u00fcrde. Und so sind sie weiterhin zuversichtlich, dass die angeblich schwache Wirtschaft der russischen &#8222;Tankstelle mit Atomwaffen&#8220; unter den Westsanktionen bald zusammenbrechen wird. Und wenn jetzt noch nicht, dann m\u00fcssen noch ein paar weitere verr\u00fcckte Sanktionen draufgelegt werden, die \u2013 wie jetzt ersichtlich \u2013 vor allem die Wirtschaften der EU zerst\u00f6ren und Russland st\u00e4rken.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die renommierte Denkfabrik der US-Luftwaffe &#8222;RAND&#8220; hat auf der Basis dieses Irrglaubens sogar eine ganze Strategie zur Ruinierung Russlands herausgearbeitet. In einem umfangreichen Bericht von 2019 h\u00e4lt RAND fest, dass &#8222;Russlands gr\u00f6\u00dfte Verwundbarkeit&#8220; in seiner angeblich eindimensionalen Wirtschaft liegt, die vergleichsweise klein, total von Energieexporten in den Westen abh\u00e4ngig und deshalb durch Sanktionen leicht zu zerst\u00f6ren ist.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><!--more-->Trotz der aktuellen Hochkonjunktur von Fake-News-Kriegspropaganda \u00fcber die Ukraine und Russland gibt es von Zeit zu Zeit immer wieder mal einen kleinen Gl\u00fccksfall, bei dem das interessierte Publikum in einem auf milit\u00e4rische Analysen spezialisierten Medium einen Schimmer der in Kriegszeiten sehr scheuen Wahrheit erhaschen kann. Im vorliegenden Fall geht es um einen Bericht, der jetzt auf der Webseite der altehrw\u00fcrdigen Denkfabrik des britischen Milit\u00e4rs &#8222;Royal United Services Institute&#8220; (RUSI) ver\u00f6ffentlicht wurde und in dem es um die strategischen Tiefe der westlichen und russischen R\u00fcstungsindustrien geht. Der Titel des Beitrags des RUSI-Autors Alex Vershinin lautet &#8222;The Return Of Industrial Warfare&#8220; (Die R\u00fcckkehr der industriellen Kriegsf\u00fchrung), und damit liefert der Autor nicht mehr und nicht weniger als den Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis des aktuellen und zuk\u00fcnftigen Verlaufs des Krieges in der Ukraine und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">In seinem Beitrag unterstreicht Vershinin, dass der Krieg in der Ukraine bewiesen hat, dass das Zeitalter der industriellen Kriegsf\u00fchrung l\u00e4ngst nicht vorbei ist, weil der massive Verbrauch von schweren Waffen aller Art, Fahrzeugen und Munition eine gro\u00dfe industrielle Basis f\u00fcr die Nachschubversorgung erfordert. Vershinin legt dabei Wert darauf, die bekannte russische Milit\u00e4rformel in Erinnerung zu rufen: &#8222;Quantit\u00e4t hat immer noch eine eigene Qualit\u00e4t&#8220;, wenn es darum geht, Hunderttausende von k\u00e4mpfenden Soldaten im Feld zu versorgen. In diesem Zusammenhang erw\u00e4hnt er einige interessante Zahlen \u00fcber das personelle Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis im Ukraine-Krieg. Demnach hat die Ukraine seit Beginn des Krieges 250.000 Soldaten im Einsatz, zu denen weitere 450.000 k\u00fcrzlich mobilisierte, aber kaum ausgebildete Soldaten hinzukommen. Denen stehen laut Vershinin 200.000 russische und verb\u00fcndete Truppen der Donbass-Volksrepubliken gegen\u00fcber.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Hier sollte man als Leser erst einmal innehalten. Wenn diese Zahlen stimmen, und ich sehe keinen Grund, den RUSI-Zahlen zu misstrauen, zumal sie den britischen Sch\u00fctzling Ukraine in ein schlechtes Licht stellen, dann zeigt das, dass die Ukraine trotz ihrer massiven zahlenm\u00e4\u00dfigen \u00dcberlegenheit \u00fcber die russischen und alliierten Streitkr\u00e4fte der Volksrepubliken dabei ist, die Schlacht im Donbass zu verlieren bzw. bereits verloren haben.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Traditionelle Milit\u00e4rwissenschaft geht jedoch davon aus, dass der Angreifer gegen einen Verteidiger in gut befestigten Anlagen eine \u00dcberlegenheit von 3 zu 1 aufbringen muss, um Aussicht auf Erfolg zu haben. Im Donbass ist das Verh\u00e4ltnis jedoch umgekehrt, denn die Russen sind zahlenm\u00e4\u00dfig unterlegen. Sie k\u00e4mpfen mit einem Expeditionskorps, das aus Berufstruppen besteht, die aus seiner stehenden Friedenszeit-Armee stammen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Russland hat nicht f\u00fcr den Krieg mobilisiert, im Unterschied zur Ukraine und das Ergebnis ist, dass f\u00fcr den weiteren Verlauf des Kriegs etwa 650.000 ukrainische Soldaten 200.000 russischen und alliierten Truppen gegen\u00fcberstehen, wobei die Ukraine trotz der Unterst\u00fctzung des Westens verliert. Der Grund daf\u00fcr liegt in der &#8222;industriellen Kriegsf\u00fchrung&#8220;, welche die Russen perfekt beherrschen, w\u00e4hrend die industrielle Basis der Ukraine bereits zerst\u00f6rt ist, und die USA und die anderen NATO-L\u00e4nder ihre traditionellen Produktionskapazit\u00e4ten und Vorratshaltung von Munition und Ersatzteilen verloren haben, weil sie diese alte, teure Methode gegen die billigere &#8222;just in time&#8220; Methode eingetauscht haben.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Und dann erkl\u00e4rt der Autor Vershinin, warum die Versorgung dieser Armeen mit Hunderttausenden von Soldaten und Tausenden von Gesch\u00fctzen und Panzern usw., mit Waffen, Munition, Ersatzteilen, Sprit, Schmierstoffen Lebensmittel, Medikamenten usw. eine monumentale Aufgabe ist. F\u00fcr die Ukraine sei der Nachschub an Munition besonders schwierig geworden, weil die Russen mit ihren F\u00e4higkeiten, mit hochpr\u00e4zisen Raketenangriffen in der Tiefe der ukrainischen R\u00e4ume nicht nur die dortige Milit\u00e4rindustrie vernichtet haben, sondern auch Vorratslager an Munition, logistische Knotenpunkte und Transportnetze.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Zwar hat auch die russische Armee unter einigen ukrainischen, grenz\u00fcberschreitenden Angriffen und Sabotageakten gelitten, aber das waren Nadelstiche, die in keinem Verh\u00e4ltnis zu den monumentalen Verlusten der Ukraine stehen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Rate des Verbrauchs an Munition und Ausr\u00fcstungsg\u00fctern der ukrainischen Armee kann jedoch nur von einer gro\u00dfen industriellen Basis aufrechterhalten werden. Da die eigene Basis zerst\u00f6rt ist, wendet sich die Ukraine hilfesuchend an den Westen, aber im Westen existieren solche industriellen Kapazit\u00e4ten f\u00fcr einen gro\u00df angelegten Krieg mit Hunderttausenden Soldaten schon lange nicht mehr, denn in den letzten 30 Jahren hat man sich im US\/NATO-Westen nur noch auf Konflikte mit geringer Intensit\u00e4t gegen drittklassige Milit\u00e4rm\u00e4chte vorbereitet, in der die US-Luftwaffe und nicht die Bodentruppe die Hauptlast trug. Die Realit\u00e4t in der Ukraine, so Vershinin, stelle daher eine konkrete Warnung an die westlichen L\u00e4nder mit ihren verkleinerten milit\u00e4risch-industriellen Kapazit\u00e4ten dar. Gegenw\u00e4rtig verf\u00fcge der Westen m\u00f6glicherweise nicht einmal mehr \u00fcber die industrielle Kapazit\u00e4t, einen gro\u00dfen Landkrieg zu f\u00fchren.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Dann wendet sich Vershinin dem aktuellen Munitionsverbrauch bei den K\u00e4mpfen in der Ukraine zu. Allerdings ver\u00f6ffentlichen weder die ukrainischen noch die russischen Streitkr\u00e4fte genauen Munitionsverbrauchsdaten. Aber \u00fcber einen Umweg, z. B. unter Verwendung der offiziell bekannt gegebenen Feuerauftragsdaten (fire mission data), die vom russischen Verteidigungsministerium w\u00e4hrend seiner t\u00e4glichen Presseeinweisung bekannt gegeben werden, kann der russischen Munitionsverbrauchs unter unterschiedlichen Annahmen gesch\u00e4tzt, bzw. auf eine Bandbreite eingegrenzt werden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Vershinin geht sehr detailliert darauf ein, wie viel Munition eine russische Batterie mit ihren sechs Gesch\u00fctzen in einer Feuermission verbraucht. Dabei diskutiert er verschiedene Feuereins\u00e4tze mit unterschiedlichen Verbrauchsraten. Seinen Sch\u00e4tzungen zufolge kommt Vershinin f\u00fcr alle Feuereins\u00e4tze auf 7.176 Granaten pro Tag, wobei er betont, dass diese Sch\u00e4tzung auf der niedrigen Seite liegt, zumal der Munitionsverbrauch der Artillerie der Streitkr\u00e4fte der beiden Donbass-Republiken Donezk und Lugansk vom russischen Verteidigungsministerium nicht mitgez\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die vom Autor herausgearbeiteten Zahlen f\u00fcr die russischen Streitkr\u00e4fte sind nicht perfekt, aber sie geben eine Vorstellung von der logistischen Herausforderung. Dem stellt Vershinin anschlie\u00dfend die US-Produktionszahlen unterschiedlicher Artilleriemunition gegen\u00fcber. Dabei vermerkt er, dass die Vereinigten Staaten ihre Vorr\u00e4te an Artilleriemunition in den letzten Jahren verringert h\u00e4tten. Im Jahr 2020 sei der Kauf von Artilleriemunition um 36 Prozent auf 425 Millionen US-Dollar gesunken. Der Plan f\u00fcr das Jahr 2022 war, die Beschaffung von 155-Millimeter-Artilleriegeschosse auf 174 Millionen US-Dollar bzw. auf 75.357 &#8222;dumme&#8220; Granaten vom Typ M795 f\u00fcr die regul\u00e4re Artillerie zu reduzieren. Hinzu kommen 1.400 Granaten vom Typ XM1113 f\u00fcr die hochgelobten M777-Howitzers, die bereits in die Ukraine geliefert wurden, und 1.046 Granaten vom Typ XM1113 sowie 426 Excalibur-pr\u00e4zisionsgesteuerte, &#8222;intelligente&#8220; Granaten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Fasst man alles zusammen, so kommt Vershinin zu dem f\u00fcr alle US\/NATO-Experten erschreckenden Ergebnis, dass die j\u00e4hrliche US-Produktion von Artilleriemunition bestenfalls zehn Tage bis zwei Wochen f\u00fcr den hochintensiven Kampf in der Ukraine ausreichen w\u00fcrde.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die USA sind laut Vershinin nicht das einzige Land, das vor dieser Herausforderung steht. In einer k\u00fcrzlichen Kriegssimulation, an dem US-, britische und franz\u00f6sische Streitkr\u00e4fte beteiligt waren, hatten <a href=\"https:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-9764165\/British-Army-ran-ammo-eight-days-online-war-simulation.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die britischen Streitkr\u00e4fte bereits nach acht Tagen die nationalen Vorr\u00e4te an kritischer Munition aufgebraucht<\/a>. Das erinnert \u00fcbrigens an den vollkommen unprovozierten anglo-franz\u00f6sischen Angriffskrieg gegen Libyen im Jahr 2011, wobei die beiden Aggressoren bereits nach wenigen Tagen ihre Pr\u00e4zisionsmunition zur Zerst\u00f6rung der libyschen Luftverteidigung ohne durchschlagenden Erfolg aufgebraucht und sie sich hilfesuchend f\u00fcr Nachschub an die USA gewandt hatten, die dann auf Dr\u00e4ngen von US-Au\u00dfenministerin Hillary Clinton selbst zur Kriegspartei wurden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Weiter f\u00fchrt Vershinin aus, dass die US-Versorgungs- und -Nachschublage bei Schulter gefeuerten Panzer \u2013 und Luftabwehraketen wie Javelins und Stingers nicht viel besser ist als bei der Artilleriemunition. So h\u00e4tten die USA <a href=\"https:\/\/www.militarytimes.com\/news\/your-military\/2022\/05\/03\/push-to-arm-ukraine-putting-strain-on-us-weapons-stockpile\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">7.000 Javelin-Raketen in die Ukraine<\/a> verschifft \u2013 etwa ein Drittel ihres Lagerbestands \u2013, und weitere Lieferungen sollen folgen. Aber <a href=\"https:\/\/www.thedrive.com\/the-war-zone\/production-of-in-demand-javelin-missiles-set-to-almost-double\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lockheed Martin, der Hersteller von Javelins, produziert nur etwa 2.100 Raketen<\/a> pro Jahr, wobei bei entsprechenden Ma\u00dfnahmen diese Zahl in einigen Jahren auf 4.000 steigen k\u00f6nnte. Die Ukraine <a href=\"https:\/\/www.cnn.com\/2022\/03\/24\/politics\/ukraine-us-request-javelin-stinger-missiles\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">behauptet<\/a>, allerdings jeden Tag 500 Javelin-Raketen zu verbrauchen. Diese Zahl stimmt sicherlich nicht, aber selbst, wenn die Ukraine nur 50 Javelins pro Tag verschie\u00dfen w\u00fcrde, dann w\u00fcrde sie die ganze US-Jahresproduktion in sieben Wochen Krieg verpulvern.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Vor allem scheint Vershinin von den Verbrauchsraten von Marschflugk\u00f6rpern und ballistischen taktischen Raketen, durch die der russischen Streitkr\u00e4fte beeindruckt. Laut seiner Z\u00e4hlung haben die Russen bereits zwischen 1.100 <a href=\"https:\/\/www.19fortyfive.com\/2022\/05\/ukraine-war-fact-russia-has-fired-off-more-than-1100-missiles\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">und 2.100 Raketen<\/a> abgefeuert. Die USA <a href=\"https:\/\/comptroller.defense.gov\/Portals\/45\/Documents\/defbudget\/FY2022\/FY2022_Weapons.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kaufen derzeit j\u00e4hrlich<\/a> 110 Raketen des Typs PRISM, 500 JASSM- und 60 Tomahawk-Marschflugk\u00f6rper. Das bedeutet laut dem Autor, dass Russland in drei Monaten des Kampfes das Vierfache der j\u00e4hrlichen US-Raketenproduktion eingesetzt hat.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die russische Produktionsrate k\u00f6nne allerdings nur gesch\u00e4tzt werden. Russland begann 2015 mit der Produktion dieser Raketentyps in begrenzten Anfangsauflagen, und selbst im <a href=\"https:\/\/publications.ffi.no\/nb\/item\/asset\/dspace:2671\/17-00979.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jahr 2016 wurden die Produktionsl\u00e4ufe auf 47 Raketen gesch\u00e4tzt.<\/a> Das bedeutet, dass die russische Raketenproduktion erst seit f\u00fcnf bis sechs Jahren in vollem Ausma\u00df l\u00e4uft.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wie hoch der anf\u00e4ngliche Vorrat an russischen Raketen im Februar 2022 war, ist unbekannt, aber angesichts des bisherigen Verbrauchs und der Notwendigkeit, f\u00fcr den Falle eines Krieges mit der NATO erhebliche Vorr\u00e4te zur\u00fcckzuhalten, sieht es nicht danach aus, als seien die Russen besonders besorgt und sparsam mit dem Raketeneinsatz. Tats\u00e4chlich scheinen sie genug zu haben, um <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SfZpoVp4op4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marschflugk\u00f6rper sogar auf operativer Ebene gegen taktische Ziele <strong>einzusetzen<\/strong><\/a>. Die Annahme, dass Russland 4.000 Marschflugk\u00f6rper und ballistische Raketen im Inventar hat, ist laut Vershinin daher &#8222;nicht unvern\u00fcnftig&#8220;. Und diese Produktion werde wahrscheinlich trotz westlicher Sanktionen steigen. <a href=\"https:\/\/24tv.ua\/ru\/rossija-srochno-ishhet-kto-sdelaet-ej-novye-kalibry_n1959265\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Im April dieses Jahres hatte z. B. die russische Firma ODK Saturn, die die Raketenmotoren f\u00fcr das Kalibr-Modell herstellt, weitere 500 Fachkr\u00e4fte gesucht.<\/a><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Schlussfolgerung aus all dem ist, dass in einem l\u00e4ngeren gro\u00dfen, konventionellen Krieg zwischen zwei gleichstarken Gegnern derjenige der Gewinner sein wird, der \u00fcber die st\u00e4rkste industrielle Basis im eigenen Land verf\u00fcgt und nicht auf &#8222;Just in time&#8220;-Zulieferungen aus fremden, wom\u00f6glich sogar unfreundlichen L\u00e4ndern warten muss. Das eigene Land muss entweder \u00fcber die Produktionskapazit\u00e4t verf\u00fcgen, um riesige Mengen an Munition herzustellen oder aber \u00fcber andere Fertigungsindustrien verf\u00fcgen, die schnell auf Munitionsproduktion umgestellt werden k\u00f6nnen. Gl\u00fccklicherweise scheinen die imperialistischen Ausbeuterstaaten und Kriegstreiber des Westens diese F\u00e4higkeiten nicht mehr zu haben.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>Mit Zustimmung des Autors \u00fcbernommen, erstmalig bei RTDE erschienen. <\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Rainer Rupp Erstver\u00f6ffentlichung am 27.06.2022 auf RT DE Einer der gr\u00f6\u00dften Fehler der US\/NATO-Politiker und ihrer beratenden &#8222;Experten&#8220; ist, dass sie die russische Wirtschaft, ihre Tiefe und ihre au\u00dferordentliche Widerstandskraft total untersch\u00e4tzt haben und sich auch jetzt noch nicht von ihren d\u00fcmmlichen Vorurteilen l\u00f6sen, dass Russland &#8222;eine Tankstelle mit Atomraketen&#8220; ist. Da erz\u00e4hlen Kommentatoren, dass die russische Wirtschaft nicht gr\u00f6\u00dfer ist als die von Texas oder Belgien, da gibt es Fragen, ob Russland au\u00dfer Gas und \u00d6l noch was [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":814,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2,22,59,41],"tags":[39,14,30,13,17],"class_list":["post-813","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-aufklaerung","category-krieg","category-zitategefunden","tag-aufklaerung","tag-frieden","tag-kapitalismus","tag-krieg","tag-politik"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Screenshot-2022-06-30-at-16-41-22-Die-Jahresproduktion-von-US-Munition-reicht-der-Ukraine-nur-fuer-zehn-Tage-Krieg.png","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/813","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=813"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/813\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":815,"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/813\/revisions\/815"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=813"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=813"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sachsen-anhalt.freidenker.org\/cms\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=813"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}