Deutscher Freidenker-Verband e.V., Landesverband Sachsen-Anhalt

Text eines Briefes an den „verehrten“ Bundeskanzler!

Auf der Montagsdemo in Magdeburg wurde folgender offene Brief an den Bundeskanzler verlesen. Den Text erhielt ich per E-Mail, mit der Bitte um Veröffentlichung.

Herr Bundeskanzler Merz,

hiermit möchte ich Ihnen meine tiefe Verachtung für Ihre Politik zum Ausdruck bringen.
Nach den Amtszeiten von Angela Merkel und Olaf Scholz, die Deutschland bereits erheblichen Schaden zugefügt haben, erweisen Sie sich als der bei weitem schlechteste Bundeskanzler in der Geschichte unseres Landes.

Erstens sind Sie ein Lügner. Mit falschen Versprechen haben Sie sich die Kanzlerschaft erschlichen. Im Wahlkampf haben Sie verkündet, es werde keine weiteren Schulden geben – doch kaum im Amt, haben Sie das größte Schuldenpaket beschlossen, das Deutschland je aufgehalst wurde. Diese Schulden sind derart hoch, dass sie nie vollständig zurückgezahlt werden können; der Staat wird allenfalls die Zinsen bedienen können. Damit schaden Sie den kommenden Generationen nachhaltig und rauben ihnen jede Perspektive. Und wofür? Um aus Deutschland einen Militärstaat zu machen, für sinnlose Aufrüstung und militärische Unterstützung der korrupten und faschistischen Ukraine – eines Landes, mit dem Deutschland nichts verbindet. Unser natürlicher Partner ist Russland, dem Deutschland historisch viel verdankt, dem wir jedoch auch großes Leid zugefügt haben. Sie täuschen das deutsche Volk, indem Sie behaupten, Russland plane einen Angriff auf uns. In Wahrheit droht von Russland keine Gefahr; es hat uns die Hand zur friedlichen und freundschaftlichen Zusammenarbeit gereicht. Sie jedoch haben diese ausgeschlagen und betreiben stattdessen Kriegshetze.

Zweitens bezeichne ich Sie als Dieb, da Sie sich für die Enteignung russischen Vermögens einsetzen, um es der korrupten Ukraine zuzuschieben. Damit werden Sie nicht durchkommen – die Welt wird diesen Raub nicht hinnehmen.

Sie haben einen Eid geschworen, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Diesen Eid brechen Sie täglich durch Ihre Kriegstreiberei, Ihre dilettantische Wirtschaftspolitik (selbst eine schwäbische Hausfrau versteht mehr von Haushaltsführung: Man gibt nur aus, was man einnimmt) und Ihre unverantwortliche Schuldenmacherei. Meineid ist ein schwerer Vorwurf, doch er trifft auf Sie zu.

Darüber hinaus verstoßen Sie gegen das Grundgesetz und erweisen sich damit als Verfassungsfeind. Artikel 26 Abs. 1 GG verbietet es, das deutsche Volk in einen Angriffskrieg zu verwickeln – genau das tun Sie jedoch im Kontext Russlands. Russland will Frieden. Ich fordere Sie daher auf, die Unterstützung des brutalen Krieges durch das ukrainische Regime sofort einzustellen. Reichen Sie Russland die Hand und fördern Sie Frieden, Freundschaft und Zusammenarbeit in einem großen eurasischen Raum von Lissabon bis Wladiwostok.

Selbstverständlich muss Deutschland verteidigungsfähig bleiben – gegenüber potenziellen Bedrohungen durch territoriale Nachbarn. Ich glaube jedoch nicht, dass uns Frankreich oder Polen angreifen werden, geschweige denn Österreich oder Dänemark. Gegen diese wäre unsere Bundeswehr in ihrem derzeitigen Zustand ausreichend gerüstet.

Aber keinerlei Auslandseinsätze von deutschen Soldaten im Ausland!!!

Zu Weihnachten wünsche ich mir – und dem gesamten deutschen Volk -, dass Ihre schädliche Kanzlerschaft so schnell wie möglich endet und Deutschland endlich eine Regierung erhält, die ausschließlich im Interesse des deutschen Volkes handelt und ihm keinen weiteren Schaden zufügt.

Ohne Gruß

Werner Mittag

Ein Kommentar

  • Th. Loch

    Es sind immer schöne Geschichten zu Weihnachten, oder zumindest in der Weihnachtszeit und desto größer der Rummel zu Weihnachten, desto schlechter ist es in der Regel um die Zukunft bestellt. Wo es einst um die Wintersonnenwende gegangen, welches mit der Gewissheit verbunden war, dass es den Menschen nach Ende des Winters wieder besser gehen wird, wenn alles wieder anfängt zu wachsen und zu gedeihen, geht es heute oft um verklärte Illusionen. Illusionen von der schönen heilen Welt zum Beispiel, selbst wenn die Möglichkeiten für eine solche um Weihnachten am größten sein sollen, da in der Regel Almosen reichlich verteilt.
    Nur ist dem nicht so, es wird gebraucht das Ritual, zumindest um etwas Hoffnung zu verbreiten und so kann an den Bundeskanzler geschrieben werden, hoffnungsvoll, gewünscht werden, auch in dem dessen Politik verurteilt. Doch was wenn der Wunsch in Erfüllung geht und die „schädliche Kanzlerschaft so schnell wie möglich endet“? Ja was dann?
    Eine Frage die viel zu selten gestellt wird, auch weil Illusionen gepflegt, welche mittels bürgerlichen Parlamentarismus verbreitet und gebetsmühlenartig beständig wiederholt werden. Der heilige Gral der Demokratie ist bis zur Neige zu leeren, wenn die Gralsritter ihn gefunden, solange ist am Glauben festzuhalten und nicht zu hinterfragen.
    Oder wie verhält es sich mit den Möglichkeiten, welche die herrschende Politik in diesem Land hat?
    Was sind die Ursachen, ist es ein mit „Unfähigkeit“ glänzender Kanzler, oder sind es die gesellschaftlichen Verhältnisse und deren objektive Basis, deren Produkt ein mit „Unfähigkeit“ glänzender Kanzler ist?
    Nur was ist die Basis einer Gesellschaft?
    Die Einschätzung einer Situation ist treffend, nur wie kann die Lösung aussehen?
    Und was als Lösung benannt, ist entscheidend davon abhängig ob die objektiven Ursachen für die bestehenden Probleme erkannt werden, oder doch eher und wie heute oft üblich, auf subjektive Ursachen zurückgegriffen wird.
    Ein offener Brief wurde geschrieben, es ist nicht der einzige, welcher sich aktuellen Problemen annimmt und so möge der Kanzler ein aktuelles Problem sein, die Lösung des Problem wird man bei ihm nicht finden, selbst sollte er verschwinden!
    Danke für den offenen Brief, er zeigt in jedem Fall, dass sich mit den gegenwärtigen Problemen auseinandergesetzt wird, er verdient Veröffentlichung und ist ein Schritt auf dem Weg zur Erkenntnis.
    Allen Menschen ein frohes Fest, Ruhe und Besinnlichkeit, genügend Zeit zum Nachdenken über das Leben und viel Mut und Kampfkraft um die Probleme der Gegenwart im Interesse der Menschheit zu lösen.

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