Landesverband Sachsen-Anhalt

Kurzer Bericht, es war sehr interessant, von belebenden Diskussionen begleitet.

Montag, 23. August 2021 von Webredaktion

Das diesjährige Freidenkertreffen in Sachsen-Anhalt ist Geschichte, die Veranstaltungen waren gut besucht, die Diskussionen reichlich und substanziell, Erfahrungen wurden ausgetauscht und über zukünftige Entwicklungen gesprochen. Zu den Veranstaltungen, welche mit den verschiedensten Partnern realisiert wurden, konnten weitere Gäste begrüßt werden. Am Freitag las Hartmut König aus seiner Autobiographie „Warten wir die Zukunft ab“ und wie für einen Barden üblich, begleitete er seine Lesung mit Gitarre und Gesang. Die Gelegenheit nutzend, erwarben etliche Teilnehmer seine Autobiographie, welche interessant und gut zu lesen und Geschichte aus einen „etwas anderen“ Blickwinkel aufarbeitet. Kenntnisse über das Leben in der DDR, insbesondere praktische Erfahrungen mit dem Leben in der DDR sind dabei durchaus hilfreich. Manch einer entschied sich auch für eine CD, oder auch für sein neues Büchlein, „Limericks aus tausendundeiner Sitzung“.

Nach der Veranstaltung begaben sich die meisten Teilnehmer und Besucher in den Außenbereich eines Lokals, aßen, tranken und diskutierten bis Mitternacht die verschiedensten Themen. Das war der Freitagabend!

Am Samstag trafen sich Freidenker aus Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und ihre Gäste, zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Demokratie. Nach dem der Landesvorsitzende des DFV von Sachsen-Anhalt einen einleitenden Kurzvortrag gehalten, in dem auch auf die historische Entstehung des Begriffes Demokratie eingegangen, etwas anders als im Allgemeinen üblich hergeleitet, entwickelte sich eine interessante Diskussion, in welcher die Demokratie als eine Staatsform, deren Inhalt vom Charakter des jeweiligen Staates bestimmt wird, klassifiziert wurde. Nach der Mittagspause ging es um 14:00 Uhr zur Stadtführung, Treffpunkt war am Quedlinburger Roland, vor dem Rathaus. Schwerpunkt der Führung war Demokratie, oder besser die verschiedensten Staatsformen, von Entstehung der Stadt, bis in die Gegenwart. Das in diesem Zusammenhang auch der Teufel Erwähnung fand, literarische Bezüge eine Rolle spielten und es durch die Hölle ging, braucht eigentlich nicht gesondert erwähnt werden, wenn der Teufel heute nicht im Detail stecken würde. Warum das so ist, war ebenfalls zu erfahren, genauso wie von den herrschaftlichen Beziehungen der Bürger zum Stift auf dem Burgberg und innerhalb der Mauern der Stadt, als diese noch ihre schützende Bedeutung hatten. (more…)

Offenes Bildungswochenende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Freidenker-Verband 20. – 22.08.2021 in Quedlinburg

Mittwoch, 07. Juli 2021 von Webredaktion

Seit Gründung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutsche Freidenker-Verband, findet jährlich im Rahmen einer offenen Bildungsveranstaltung ein zentrales Treffen in der Stadt der Gründung statt. Dort treffen sich nicht nur Mitglieder des Verbandes, sondern es können immer auch Gäste begrüßt werden, welche zum Teil sogar eine etwas weitere Anreise in Kauf nehmen und aus den verschiedensten Bundesländern anreisen.

Nach dem über Jahre diese Veranstaltung im Frühjahr stattgefunden, wurde diese im letzten Jahr, in Folge politisch, pandemischer Entscheidungen in den August verschoben. Letztlich stellte sich dieser Sommermonat als gut geeignete für eine solche Veranstaltung heraus, so das beschlossen wurde, die nächste Veranstaltung ebenfalls für diese Zeit zu planen.

Nach Themen muss nicht lange gesucht werden, thematisch und historisch passende Literatur ist zu finden und ein Kulturprogramm zu gestallten. Das interessanteste an solchen Wochenenden sind allerdings die Menschen, welche zusammenkommen und sich im Verlauf der Tage über die verschiedensten Themen austauschen. Eigentlich eine zwingende Notwendigkeit, in Zeiten sich zuspitzender, gesellschaftlicher Wiedersprüche, insbesondere des Grundwiederspruches kapitalistischen Seins. Es geht nicht nur darum den Kampf, um Begriffe und deren Inhalte zu führen, sondern auch dem sich in der Gesellschaft sich verbreitenden Irrationalismus entgegenzuwirken. Somit wird sich nicht nur inhaltlich mit Problemen auseinandergesetzt, sondern Bildung im doppelten Sinne steht auf der Tagesordnung, einmal im Sinne der Aneignung von Wissen und dem entsprechenden Austausch, im Sinne vom Streben nach Erkenntnis und zum anderen als Bildung, im Sinne von Organisation.

Offenes Bildungswochenende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Freidenker-Verband in Quedlinburg 20. – 22.08.2021

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Zum Gedenken an die Opfer des Faschismus.

Montag, 17. Mai 2021 von Webredaktion

Der Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen/Anhalt des Deutschen Freidenker-Verbandes hielt am 13.9.2020 auf dem Friedensplatz/Altmarkt in Zeitz folgende Rede:

Der Faschismus, dessen Opfern wir heute wie an jedem zweiten Septembersonntag gedenken, er kam nicht über Nacht. Ihm ging eigentlich schon die Niederschlagung der Novemberrevolution durch die SPD voraus. Denn der Kapitalismus bringt gesetzmäßig immer wieder Faschismus hervor. Als Lehre aus dem Faschismus schreibt die hessische Verfassung bis heute vor:

„Artikel 39

1.) Jeder Mißbrauch der wirtschaftlichen Freiheit – insbesondere zu monopolistischer Machtzusammenballung und zu politischer Macht ist untersagt.

2.) Vermögen, das die Gefahr solchen Mißbrauchs wirtschaftlicher Freiheit in sich birgt, ist auf Grund gesetzlicher Bestimmungen in Gemeineigentum zu überführen.“

Also das, was in der DDR und der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands geschah.

In der Weimarer Republik konnte es nicht erkämpft werden. Der Hugenberg-Konzern mißbrauchte Medienmacht und schrieb die Nazis hoch. Die SA marschierte. Dennoch hätte es keinen leichten Weg in den Faschismus gegeben, wenn man sich nicht seit insbesondere 1930 an den ständigen Rechtsbruch in Form der Notverordnungen gewöhnt hätte.

Am 28.2.1933 erließ Reichspräsident von Hindenburg, zu dessen Wahl die SPD eben noch aufgerufen hatte, die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“, die sogenannte Reichstagsbrandverordnung: „Die Artikel 114, 115, 117, 118, 123, 124 und 153 der Verfassung des Deutschen Reiches werden bis auf weiteres außer Kraft gesetzt.“ Also mit Verordnung die Verfassung außer Kraft setzen und den Gesetzgeber umgehen – illegal! (more…)

Bericht: Eine Stadtführung zum Thema der Entwicklung des Freiheitsbegriffs.

Freitag, 18. September 2020 von Webredaktion

Am 22.08.2020 fand im Rahmen einer Bildungsveranstaltung ab 14:00 Uhr eine thematische Stadtführung in Quedlinburg statt. Das Thema der Führung war Freiheit, die Endwicklung des Freiheitsbegriffs von der Antike bis in die Gegenwart.

Treffpunkt für die Führung war vor dem Quedlinburger Rathaus, am Roland. Es fanden sich 24 Interessenten ein und die Führung begann pünktlich um 14:00 Uhr am Roland und mit dem Roland, welcher einst für die städtischen Freiheiten und Privilegien stand. Allerdings ging es in der Geschichte weiter zurück, wurde doch vom Burgberg aus schon Geschichte geschrieben, als es die Stadt Quedlinburg noch nicht gegeben. Das frei-weltliche Damenstift, welches nach dem Tode Heinrich I. von seiner Witwe Mathilde eingerichtet wurde, hatte auch zur Aufgabe Damen aus hochadligem Hause zu erziehen. Erziehung und Bildung waren zu dieser Zeit eins und so wurden diese Damen nicht nur streng im christlichen Glauben erzogen, sondern es gehörten zum Ende des 10 Jahrhunderts schon Sprachen wie Griechisch und Latein, sowie die freien Künste dazu. Die Damen verfügten über Herrschaftswissen und waren ihren Ehemännern, sofern sie standesgemäß verheiratet wurden, zumindest von der Ausbildung her intellektuell überlegen. Wissen ist Macht, das wusste man damals schon und trug diesem Rechnung, in dem eine zweite solche Einrichtung um 962 in Gernrode gestiftet wurde, auf dem Burgberg war schlicht und einfach kein Platz mehr. Die enge Verknüpfung und gegenseitige Bedingtheit von Bildung, Wissen und Freiheit war zumindest den Herrschenden zu dieser Zeit durchaus bewusst.

Nicht umsonst wurde die Führung wie folgt angekündigt:

Freiheit – durch Raum und Zeit – im Wandel der Geschichte – auf historischen Grund – an historischen Zeugnissen

Freiheitsauffassungen und deren Spuren im Wandel der Zeit!

Bildung als Machtfrage, Herrschaftswissen und die Freiheit es zu nutzen einst und heute.

Eine Zeitreise von den Freien Künsten, über Thomas von Aquin, die rein geistige Freiheit im Katholizismus, über die Ansichten Luthers, dem Kampf des aufstrebenden Bürgertums gegen den Feudalismus, die Philosophie Spinozas, welcher die Freiheit in ein Verhältnis zur objektiven Notwendigkeit setzt. Die französische Aufklärung, neue Erkenntnisse, die klassische deutsche Philosophie, welche das bisher erkannte, einer Kritik unterzieht und wie Kant versuchte mit seiner Auffassung der Freiheit den Fatalismus des mechanischen Determinismus zu durchbrechen. Fichte, Hegel leisten ihren Beitrag und wie die gesellschaftlichen Verhältnisse, entwickelt sich der Freiheitsbegriff weiter, bis zum marxistischen Freiheitsbegriff und wieder zurück!

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Der Freiheitsbegriff von der Antike bis zum Sozialismus

Dienstag, 09. Juni 2020 von Webredaktion

Offenes Bildungswochenende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Freidenker-Verband

1.) Freitag, 21.08.2020, 19:00 Uhr – Herausgeberlesung und Diskussion mit Heinz Hamm

Marxistische Hinsichten von Peter Hacks, Politische Schriften 1955 – 2003

Lesung im Saal Kulturzentrum Reichenstraße, Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg

„Warum schafften sich die sozialistischen Staaten ab? Was könnte, müßte man besser machen für dauerhaften gesellschaftlichen Fortschritt? Zu diesen Fragen konzipierte Peter Hacks sein letztes Großprojekt „Marxistische Hinsichten“, Resultat lebenslanger Beschäftigung mit politischen Gegenständen. Der vorliegende Band versammelt erstmals die gesamte Bandbreite der politischen Publizistik inklusive des bisher unerschlossenen Nachlasses – ein Fundus für die Hacks-Forschung und Diskussionsgrundlage weit darüber hinaus. Peter Hacks (1928-2003), promovierte 1951 in München und ging 1955 nach Berlin, DDR. Autor von Dramen, Essays, Gedichten und Kinderbüchern. Ausgezeichnet mit zahlreichen Literaturpreisen. 1972 wurde Hacks in die Akademie der Künste gewählt, aus der er 1991 austrat (Klappentext) .

Veranstalter: Deutscher Freidenker-Verband Sachsen-Anhalt und Rosa-Luxemburg-Club Harz
Informationen und Anmeldung über Thomas Loch
Tel.: 0171 / 19 96 214

2.) Samstag, 22.08.2020 ab 10:00 Uhr (more…)

Himmelfahrt, Vatertag, Herrentag, … ein Feiertag, Freidenkertag!

Freitag, 22. Mai 2020 von Webredaktion

Ausflug nach Pömmelte, an die Elbe und an den Ort, wo Saale und Elbe zusammenfließen. Viel Sonnenschein und anregende Gespräche, sowie Pläne für ein nächstes Treffen, das war der gestrige Feiertag für Freidenker aus Sachsen-Anhalt und Thüringen. Von der Steinzeit, bis in die Gegenwart, alte Riten und neue Rituale, Glaube einst und Glaube heute, was bestimmte des Menschen Sein, in längst vergangenen Zeiten und was ist es heute? In erster Linie ist der Mensch praktisch und so waren solche Ringheiligtümer wie in Pömmelte oft multifunktionale Anlagen, sie dienten nicht nur als Observatorien und steinzeitliche Ritualienplätze, sondern oft auch als Fliehburgen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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