Landesverband Sachsen-Anhalt

Der jammernde Wessie und eine These.

Mittwoch, 29. April 2020 von Webredaktion

Ein Beitrag in der MZ, um Bereicherung auf Kosten der Bürger der DDR ist es gegangen, nicht offensichtlich, offensichtlich wurde das Problem anders angegangen, die Leiden eines Forstwirtes wurden geschildert. Nur wie ist der Forstwirt zu seinem Eigentum im Harz gekommen? Er hat es erworben, nach 1990 und sich damit einen Lebenstraum erfüllt, für viele Ostdeutsche wurden die Ereignisse nach 1990 zum Albtraum, manch einer konnte auch profitieren und von diesen Ereignissen partizipieren, auch wenn dafür gelegentlich in den Anus so manchen Wessies gekrochen werden musste. Das Anusraupenprinzip förderte manche Kariere, allerdings leben Anusraupen in der Regel im Dunkel, so dass sie selbst von Lichtblicken verschont bleiben.

Der Forstwirt im Beitrag war kein Ostdeutscher, er konnte günstig Wald erwerben und sich so auf Kosten der DDR-Bürger bereichern. Nun hatten zwei heiße Sommer und ein Käfer seinem alten Wald kräftig zugesetzt, so das er mit den Folgen zu kämpfen hat. Sicher gehört er nicht zu den großen Profiteuren des ausschlachten von DDR-Volksvermögen, er ist nur ein kleiner Schmarotzer, aber sein Beispiel ist durchaus bezeichnend.

Drei Texte habe ich geschrieben, sozusagen eine Trilogie, welche unter der Überschrift eines der Beiträge zusammengefasst werden kann.

Der jammernde Wessie, übrigens eine Eigenschaft, welche etliche Ostdeutsche von Westdeutschen sehr schnell gelernt haben.

1.) … die Sorgen und Nöte eines Forstwirtes …

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Angst als Triebkraft, nur wohin treibt sie?

Freitag, 24. April 2020 von Webredaktion

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ –Tacitus (römischer Historiker)

Angst ist eine Triebkraft, sie wird genutzt um Menschen besser lenken zu können, Angst lähmt, besonders wenn ihr nicht entgegengewirkt, sonder sie noch verstärkt wird. Dieses ist gegenwärtig der Fall und ich konnte in den letzten dreißig Jahren erfahren, wie es um die Angst in diesem Land bestellt ist. In der Bundesrepublik wurde ich mit einem für mich völlig neuen Umgang mit Angst und Ängsten konfrontiert. Ängste wurden und werden sogar potenziert und verbreitet. Relationen völlig verschoben, gar auf dem Kopf gestellt und immer wieder werden neue Säue durchs mediale Dorf getrieben. So wurde der gesunde Menschenverstand vielen Menschen abgewöhnt, die Menschen wurden erzogen Folge zu leisten und es wurde der Glaube in eine selig machende Politik installiert und verfestigt. Politik wurde als etwas über den gesellschaftlichen Verhältnisse stehendes, nicht diesen entspringend und entsprechend, propagiert. So die eigentlichen Machtverhältnisse negierend, wurde die Illusion genährt, dass die gewählten Volksvertreter schon nichts unternehmen werden, was gegen die Interessen ihrer Wähler sei. Und wenn doch, ja dann können bei den nächsten Wahlen ja die Wähler andere Entscheidungen treffen und die einst Gewählten damit strafen, dass sie nicht wieder gewählt werden. Die einzige Strafe welche ein Politiker übrigens zu fürchten hat, egal was er in seinem politischen Amt verbockt.

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ hatte Immanuel Kant einst im Zeitalter der Aufklärung verkündet, heute scheint es nur opportun sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, um nachzudenken was zum Beispiel Politiker vorausgedacht haben und durch die Hofberichterstattung verbreitet wird, allerdings ohne darüber nachzudenken. Kant stellte einst auch fest, dass Freiheit nicht in der Möglichkeit (Wahl) besteht, sondern in der Tat, das ist leider längst Geschichte, heute wird die Freiheit der Wahl gepredigt und hofiert, entweder oder, dafür oder dagegen, gut oder schlecht, ein dazwischen gibt es nicht, sowohl als auch, in manchen Zusammenhängen sogar prägend, wird negiert, entweder Mensch ist Freund und folgt den Vorgaben der politischen Hirten, gelegentlich durch Hofastrologen, oder Wissenschaftler am Hofe untermauert, oder er ist Feind, allein schon wenn er nicht alles schluckt, Fragen stellt, Sinn hinterfragt und ganz gefährlich wird es, wenn die Frage nach dem Nutzen gestellt wird.

So wurde verkündet die Viruspein, Gefahren wurden orakelt und Maßnahmen ergriffen, eine konstruktive wissenschaftliche Diskussion hat es nicht gegeben. Das Volk ist nun gespalten, die einen zittern vor Angst vor dem Virus, welches sie ereilen könnte, die anderen zittern vor Angst, vor den Maßnahmen, welche ergriffen und deren Folgen, wobei deren Einhaltung mittels Androhung von Strafen erzwungen und es gibt noch sehr viele Menschen dazwischen, welche nicht so recht zittern können, sich mit ihren Ängsten auseinandersetzen und nach Erkenntnissen suchen. (more…)

Öffentliche wissenschaftliche Konferenz zum 200. Geburtstag von Karl Marx

Freitag, 23. März 2018 von Webredaktion

Marx, Karl Heinrich (05.05.1818 Trier – 14.03.1883 London) genialer Wissenschaftler und Revolutionär der Arbeiterklasse, Begründete den Sozialismus als Wissenschaft. Gemeinsam mit Engels schuf er die nach ihm benannte marxistische Philosophie, den dialektischen und historischen Materialismus, begründete er die politische Ökonomie der Arbeiterklasse und den wissenschaftlichen Kommunismus. Seine Philosophie vollbrachte im philosophischen und sozialtheoretischen Denken der Menschheit eine Revolution. …“*

Und da sich in diesem Jahr der Geburtstag von Marx zum 200ten mal jährt, sollte es nicht nur Anlass sein, seiner zu gedenken, sondern auch sein Werk zu würdigen, in dem sich mit diesen auseinandergesetzt wird. Der aktuelle Freidenker greift das Thema auf und am 28. April 2018 veranstaltet der Deutsche Freidenker-Verband eine öffentliche wissenschaftliche Konferenz zu Marx in Hannover. Individualität und Gesellschaft – Menschenbild und Persönlichkeitstheorie im Marxismus, ist die Veranstaltung überschrieben.

Das Programm ist der nebenstehenden Fotokopie zu entnehmen.

*Philosophen Lexikon, Dietz Verlag Berlin 1987, 4. Auflage, Seite 628 – 643

Kritik des Computers – eine Lesung!

Montag, 26. Februar 2018 von Webredaktion

Kritik des Computers

Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen

Lesung und Diskussion mit Werner Seppmann,

Wann: 15.03.2018 um 20:00Uhr

Wo: Saal Kulturzentrum Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg 

Es geht bei der kapitalistischen Verwendungsweise des Computers um mehr als die skandalösen Erfassungs- und Kontrollaktivitäten, denn sie führt zu problematischen Veränderungen in vielen Lebensbereichen: Durch die Verallgemeinerung digitaler Techniken erodieren zivilisatorische Standards, veröden Alltagsbeziehungen und wird ein marktkonformer Lebensrhythmus durchgesetzt. Die Persönlichkeitsstruktur wird durch die „Computer-Praxis“ so umgeformt, dass sie mit der ununterbrochenen Tätigkeit der Märkte und Informationsnetze übereinstimmt. Digital flankierte Anpassungsprozesse sind die aktuellen Mechanismen, mit denen der Kapitalismus sich jene Menschen schafft, die er für sein reibungsloses Funktionieren auf hochtechnologischer Grundlage benötigt.“

Veranstalter Deutscher Freidenker-Verband Quedlinburg und Rosa-Luxemburg-Club Harz

Um eine Spende zur Förderung von Literatur in Quedlinburg wird gebeten!“

Lesung im Rahmen des 18. Quedlinburger Bücherfrühlings. (more…)

Ein „Offener Brief …“ – ein Dialog und Gedanken zur Transparenz …

Montag, 06. Februar 2017 von Webredaktion

Bildschirmfoto 30.01.2017 – 22:16Uhr

Ein „Offener Brief der Berliner FreidenkerInnen an alle, die sich für die Demo „Wir haben es satt“ engagiert haben …“, wurde geschrieben und veröffentlicht. Verschiedene Reaktionen hat es gegeben, ein interessanter und weiterführender Beitrag findet sich z. B. auf der Seite von Barth-Engelbart, aber auch an anderer Stelle kann der Brief mit Vorwort nachgelesen werden. Der offene Brief, wie auch die Reaktionen und Verweise veranschaulichen sehr gut, wie sich grundlegende Widersprüche in unserer Gesellschaft verschärfen und die damit verbundenen Auseinandersetzungen an Härte gewinnen. Gut zu erkennen ist allerdings auch, dass es Sinnvoll ist verschiedenste Organisationen wie z. B. Compact zu hinterfragen und die eigentlichen Zielsetzungen zu erkennen. Von Compact erhalte ich übrigens auch regelmäßig E-Mail, hatte mich vor Jahren einmal für diese Organisation interessiert, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass bestimmte Ansichten doch sehr verschieden zu den meinen sind. Besonders ist mir diese Organisation durch ihre Petitionen aufgefallen, also die moderne Form des Bettelbriefes, wobei auch da die Zielstellungen zumindest hinterfragt werden sollten. Meines Erachtens haben diese Petitionen in erster Linie die Aufgabe Menschen von effizienter Auseinandersetzung mit den verschiedensten behandelten Probleme abzuhalten und aufs hoffen im Glauben an die seligmachende bürgerliche Demokratie auszurichten, zudem kann mit Petitionen auch getestet werden, wie die Stimmung zu den einzelnen Themen in der Bevölkerung ist. Das bei so mancher Forderung Objektivität verloren geht und durch populistischen Anstrich ersetzt wird, ist oft gewollt, genauso wie Ängste von Menschen gegen ihr eigenes Interesse zu manipulieren.

Im offenen Brief angesprochene Demo wendete sich gegen die Agrarindustrie und deren Folgen, allerdings sehr oberflächlich wie es den Anschein hat. Dabei ist es angebracht, wenn gegen etwas demonstriert wird, auch Alternativen aufzuzeigen, der Einzelbauernhof aus längst vergangenen Zeiten ist keine. So ist die Agrarindustrie nicht von ungefähr, oder willkürlich, sie ist ein Produkt kapitalistischen Seins, sie ist eine zwingende Folge der Konzentration und Zentralisation des Kapitals. Wie für jede andere Form der Industrie in dieser Gesellschaftsformation wird auch mit ihr Raubbau an der Natur und dem Menschen betrieben.

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Freidenker-Brief Nr. 1/2017  v.  4. Februar 2017

Montag, 06. Februar 2017 von Webredaktion

Gegen diesen NATO-Wahnsinn

» Trump als neuer US-Präsident – das hat viele erschüttert. Wir trösten uns, dass die NATO am meisten schockiert ist. Die mit der bewährten Kriegsverbrecherin und erhofften US-Präsidentin geplante Einweihung des neuen Hauptquartiers in Brüssel im Frühjahr wurde vorsichtshalber erstmal verschoben. Hält der Neue an den US-Truppen an der russischen Grenze fest, sagt er gar die „Raketenabwehr“ ab, will er noch Assad stürzen? Chefmilitaristen des Westens durchleben eine Sinnkrise, Obamas Abschiedsbesuch in Berlin wird als „Übergabe des Staffelstabes an die neue Führerin der Freien Welt“ kommentiert. „Antiamerikanismus“, immer der Friedensbewegung vorgeworfen, scheint sich in den NATO-Hauptstädten und Leitmedien breit zu machen. Doch die angedrohte grandiose Aufrüstung hatte 2014 schon der Friedensnobelpreisträger in Merkels Pflichtenheft diktiert: 2% vom Bruttoinlandspodukt bedeutet eine Erhöhung des Rüstungsetats von 34 auf 65 Mrd. Euro.

Ohne Illusionen und Kaffeesatzleserei über die künftige US-Politik: Anlass zum Protest gegen diesen NATO-Wahnsinn, gegen eine neue EU-Armee, gegen deutsche Kampfdrohnen und „nukleare Optionen“ haben wir allemal – z. B. zur Münchner „Sicherheitskonferenz“ vom 17.-19.02.2017“«  (Aus „Freidenker“ Nr. 4-16, des vierteljährlichen Verbandsorgan des DFV)

In dieser Lage zu einigen neuralgischen Punkten folgende Hinweise:

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