Landesverband Sachsen-Anhalt

Der Freiheitsbegriff von der Antike bis zum Sozialismus

Dienstag, 09. Juni 2020 von Webredaktion

Offenes Bildungswochenende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Freidenker-Verband

1.) Freitag, 21.08.2020, 19:00 Uhr – Herausgeberlesung und Diskussion mit Heinz Hamm

Marxistische Hinsichten von Peter Hacks, Politische Schriften 1955 – 2003

Lesung im Saal Kulturzentrum Reichenstraße, Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg

„Warum schafften sich die sozialistischen Staaten ab? Was könnte, müßte man besser machen für dauerhaften gesellschaftlichen Fortschritt? Zu diesen Fragen konzipierte Peter Hacks sein letztes Großprojekt „Marxistische Hinsichten“, Resultat lebenslanger Beschäftigung mit politischen Gegenständen. Der vorliegende Band versammelt erstmals die gesamte Bandbreite der politischen Publizistik inklusive des bisher unerschlossenen Nachlasses – ein Fundus für die Hacks-Forschung und Diskussionsgrundlage weit darüber hinaus. Peter Hacks (1928-2003), promovierte 1951 in München und ging 1955 nach Berlin, DDR. Autor von Dramen, Essays, Gedichten und Kinderbüchern. Ausgezeichnet mit zahlreichen Literaturpreisen. 1972 wurde Hacks in die Akademie der Künste gewählt, aus der er 1991 austrat (Klappentext) .

Veranstalter: Deutscher Freidenker-Verband Sachsen-Anhalt und Rosa-Luxemburg-Club Harz
Informationen und Anmeldung über Thomas Loch
Tel.: 0171 / 19 96 214

2.) Samstag, 22.08.2020 ab 10:00 Uhr (more…)

Nachdenken über das Leben, Aufruf zur notwendigen Diskussion!

Montag, 11. Mai 2020 von Webredaktion

Vor dreißig Jahren änderte sich die Welt und das nicht nur in Europa, wobei die Veränderungen in Europa die entscheidenden waren und weitere Veränderungen bedingten. Mit den Ereignissen am Ende der 1980iger Jahre wurde eine historischen Rolle rückwärts praktiziert, progressive gesellschaftliche Entwicklung negiert, begünstigt dadurch, dass sich die Entwicklung in den sozialistischen Staaten scheinbar in einer Sackgasse befand, zum Teil einsetzende Stagnation entfaltete seine Kraft als Rückschritt, im materialistischen Sinn rebellierte die Basis gegen den Überbau und dieser war zu starr entsprechend flexibel zu reagieren. Letztlich führten die entstandenen Widersprüche in der DDR, nicht ohne Einflussnahme aus der BRD, zum Niedergang des Sozialismus. Anfängliche Bestrebungen notwendige gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken, wurden unter wachsendem westlichen Einfluss negiert, mit den Wahlen zur Volkskammer und deren Ergebnis, es gewannen Parteien, welche in erster Linie die Negation des Sozialismus zum Ziel hatten und unter erheblichen westlichen Einfluss standen, erinnert sei zum Beispiel am Wahlkampf der CDU, ihr Stärkster Wahlkämpfer war der damalige Bundeskanzler. Es dauerte nicht lange und mittels Währungsunion wurde die Wirtschaft der DDR Sturmreif geschossen. Anschließend musste es weiter schnell gehen und so wurde für den 3. Oktober 1990 die deutsche Einheit beschlossen, das Parlament der DDR hat sich in diesem Zusammenhang selbst aufgelöst. Nun konnte die Basis der DDR-Volkswirtschaft endgültig vernichtet werden und zu diesem Zweck wurde der Osten mit einem Heer westdeutscher Bürokraten überschwemmt, es wurden die führenden Positionen besetzt, dabei spielte es keine Rolle, dass ostdeutsche Kompetenz sehr oft durch westdeutsche Inkompetenz ersetzt werden musste. Es war eine Notwendigkeit, um die imperialistische Macht auf dem Territorium der DDR wieder zu errichten, alle führenden Positionen zu besetzen. Um den gesellschaftlichen Überbau aber dauerhaft erfolgreich umgestalten zu können, war es notwendig die ökonomische Basis entsprechend zu verändern.

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Wie stehen Freidenker, … zur Forderung nach Ausrufung des Klimanotstands?

Donnerstag, 24. Oktober 2019 von Webredaktion

Liebe Freundinnen und Freunde, Genossinnen und Genossen,


1 ) dieses Wochenende, 26./27. Oktober, findet, wie jedes Jahr zweimalig, die Tagung der Vorstände des Deutschen Freidenker-Verbandes statt.

Wie immer beginnt die Veranstaltung mit einem öffentlichen Vortrag und anschließender Diskussion. Den Einladungstext findet ihr hierunter und im Anhang.

Wir teilen diese Einladung hier mit, obwohl viele Interessierte sich eher nicht zu früher Morgenstunde auf den Weg nach Magdeburg machen können, da uns wichtig ist zu dokumentieren, dass der Deutsche Freidenker-Verband weiterhin an der Diskussion des Themenkomplexes „Klimabewegungen“ arbeitet. Als einführendes Material findet Ihr unter dem Einladungstext auch den link zu einem Text von Dagmar Henn, der vor einigen Wochen erschien unter dem Titel: „… wer über den Notstand entscheidet“.

Einladung zur Diskussion

Ermächtigungsgesetz – Notstandsgesetze – Klimanotstand?“

Einleitungsreferat:

Klaus Hartmann

Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes

Wenn eine Regierung Steuern erhöhen will oder neue einführen will, stößt das üblicherweise auf mehr oder weniger massive Proteste. Neuerdings gibt es hingegen Demonstrationen – für Steuererhöhungen! Während das noch einer masochistischen Neigung oder der tiefverwurzelten Mentalität des Ablasshandels entspringen mag, ist bei einem anderen Thema Schluss mit lustig:

Die erste „Große Koalition“ in Westdeutschland setzte im Bundestag 1968 die „Notstandsgesetze“ durch. Sie missachtete den breiten außerparlamentarischen Protest, zu dem das überparteiliche Kuratorium „Notstand der Demokratie“ aufrief. Doch wie sollte es anders sein: „Im Hinterland zog die SED die Strippen.“ („Die Welt“, 11.05.2018)

Die Diskussion und die Praxis von Not- und Ausnahmezuständen ist aber viel älter – vom antiken Griechenland über den Kirchenlehrer Augustinus, von Napoleon bis zur Weimarer Republik und dem Staatsrechtler Carl Schmitt … deshalb geht es im Vortrag schwerpunktmäßig um Historisches, Juristisches und Politisches zum Ausnahmezustand.

Wie stehen Freidenker, traditionell engagiert gegen Kirchenprivilegien, für Frauenrechte, gegen Demokratieabbau und Überwachungsstaat, zur Forderung nach Ausrufung des Klimanotstands?

Sonnabend, 26. Oktober 2019, 10:00 Uhr

Jugendherberge, Leiterstraße 10, 39104 Magdeburg (more…)

Kritik des Computers – eine Lesung!

Montag, 26. Februar 2018 von Webredaktion

Kritik des Computers

Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen

Lesung und Diskussion mit Werner Seppmann,

Wann: 15.03.2018 um 20:00Uhr

Wo: Saal Kulturzentrum Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg 

Es geht bei der kapitalistischen Verwendungsweise des Computers um mehr als die skandalösen Erfassungs- und Kontrollaktivitäten, denn sie führt zu problematischen Veränderungen in vielen Lebensbereichen: Durch die Verallgemeinerung digitaler Techniken erodieren zivilisatorische Standards, veröden Alltagsbeziehungen und wird ein marktkonformer Lebensrhythmus durchgesetzt. Die Persönlichkeitsstruktur wird durch die „Computer-Praxis“ so umgeformt, dass sie mit der ununterbrochenen Tätigkeit der Märkte und Informationsnetze übereinstimmt. Digital flankierte Anpassungsprozesse sind die aktuellen Mechanismen, mit denen der Kapitalismus sich jene Menschen schafft, die er für sein reibungsloses Funktionieren auf hochtechnologischer Grundlage benötigt.“

Veranstalter Deutscher Freidenker-Verband Quedlinburg und Rosa-Luxemburg-Club Harz

Um eine Spende zur Förderung von Literatur in Quedlinburg wird gebeten!“

Lesung im Rahmen des 18. Quedlinburger Bücherfrühlings. (more…)

Der zweite Teil einer Antwort!

Freitag, 03. März 2017 von Webredaktion

Lieber Klaus-Peter,

den folgenden Text hatte ich geschrieben, anschließend einen ersten Teil als Antwort, welcher sich mit der Verpflichtungserklärung der nach Transparenz heischenden Organisation auseinandersetzt. Was ich von der angestrebten Transparenz dieser Organisation halte, kann den dortigen Anmerkungen entnommen werden, da es aber der erste Teil ist, möchte ich den zweiten nicht schuldig bleiben, welcher sich auf Deine Aussagen zu meinem Kommentar bezieht.

Transparenz hin und Transparenz her, oder lirum, larum Löffelstiel, … an was es auch erinnert, es wird gerührt der Zucker viel, im Kaffee und auch im Tee, einmal rechtsherum und einmal linksherum, es ist des Zuckers oft zu viel, welcher bitteren Tee versüßt und bittere Medizin mit Zucker man viel lieber genießt! Wer süßen Tee mag, den eigentlichen Geschmack verwandelt, möge so handeln, wer den Zucker im Tee verschmäht, gelegentlich andere Wege geht! So muss der Löffel nicht rechtsherum oder linksherum gedreht werden, er kann auf dem Tisch liegen bleiben, der Tee mit ursprünglichem Geschmack löscht so den Durst, ohne neuen Durst zu zeugen! Soviel zum Metapher. Ein Vorteil von Zucker ist, dass er sich gut verrühren lässt, Geschmack und Wirkung verändert, allerdings erst beim Verzehr erkannt wird!

So ist es auch mit der Transparenz, es geht nicht um Transparenz an sich, sondern um die Zutaten manch vorgeblich fortschrittlichen transparenten Seins, institutionell erscheinend und fordernd! Fraglich nur an wem Forderungen gerichtet werden und was transparent zu erscheinen hat? Es geht um den Sinn manchen strebens! So gesehen möge ich zwar selbst ein Grünling sein, weil ich das Thema aufgegriffen, unter Umständen nicht begriffen (was zu beweisen wäre), aber zugegriffen und die Gelegenheit genutzt nicht auf den Haken zu springen, welcher glänzt, sondern den Glanz negierend, das schnöde Eisen unter dem goldenen Glanz aus Karamell entdeckend. (more…)

Der erste Teil einer Antwort

Mittwoch, 15. Februar 2017 von Webredaktion

Wem nutzt organisierte Transparenz, insbesondere von der Wirtschaft geförderte und finanzierte, wenn nicht der Wirtschaft? So ist es durchaus ein Streitpunkt wie sich einer solchen Organisation gegenüber zu verhalten ist und ob Vereine/Organisationen angebotene Verpflichtungserklärung zeichnen sollten. Nur was ist eine solche Organisation, wem hat sie zu dienen, wessen Interessen zu vertreten? Diese Organisation ist ein politisches Instrument des Kampfes zum Erhalt der Macht, ein Instrument des Klassenkampfes und ein gutes Beispiel wie dieser ökonomisch, politisch und ideologisch geführt wird. Auf der Seite des DFV ist ein entsprechendes Dokument hinterlegt, in welchem sich mit einer entsprechenden Organisation auseinandergesetzt wird und begründet warum kein Interesse besteht sich an die Initiativen dieser Organisation zu beteiligen, dabei wird sich mit dem Thema allgemein, national, wie auch international beschäftigt. Im Folgenden die Verpflichtungserklärung mit Präambel der Initiative Transparente Zivilgesellschaft, welche für Vereine/Organisationen hierzulande gedacht ist und von mir mit einigen Anmerkungen versehen wurde: (more…)

 

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