Landesverband Sachsen-Anhalt

Wie stehen Freidenker, … zur Forderung nach Ausrufung des Klimanotstands?

Donnerstag, 24. Oktober 2019 von Webredaktion

Liebe Freundinnen und Freunde, Genossinnen und Genossen,


1 ) dieses Wochenende, 26./27. Oktober, findet, wie jedes Jahr zweimalig, die Tagung der Vorstände des Deutschen Freidenker-Verbandes statt.

Wie immer beginnt die Veranstaltung mit einem öffentlichen Vortrag und anschließender Diskussion. Den Einladungstext findet ihr hierunter und im Anhang.

Wir teilen diese Einladung hier mit, obwohl viele Interessierte sich eher nicht zu früher Morgenstunde auf den Weg nach Magdeburg machen können, da uns wichtig ist zu dokumentieren, dass der Deutsche Freidenker-Verband weiterhin an der Diskussion des Themenkomplexes „Klimabewegungen“ arbeitet. Als einführendes Material findet Ihr unter dem Einladungstext auch den link zu einem Text von Dagmar Henn, der vor einigen Wochen erschien unter dem Titel: „… wer über den Notstand entscheidet“.

Einladung zur Diskussion

Ermächtigungsgesetz – Notstandsgesetze – Klimanotstand?“

Einleitungsreferat:

Klaus Hartmann

Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes

Wenn eine Regierung Steuern erhöhen will oder neue einführen will, stößt das üblicherweise auf mehr oder weniger massive Proteste. Neuerdings gibt es hingegen Demonstrationen – für Steuererhöhungen! Während das noch einer masochistischen Neigung oder der tiefverwurzelten Mentalität des Ablasshandels entspringen mag, ist bei einem anderen Thema Schluss mit lustig:

Die erste „Große Koalition“ in Westdeutschland setzte im Bundestag 1968 die „Notstandsgesetze“ durch. Sie missachtete den breiten außerparlamentarischen Protest, zu dem das überparteiliche Kuratorium „Notstand der Demokratie“ aufrief. Doch wie sollte es anders sein: „Im Hinterland zog die SED die Strippen.“ („Die Welt“, 11.05.2018)

Die Diskussion und die Praxis von Not- und Ausnahmezuständen ist aber viel älter – vom antiken Griechenland über den Kirchenlehrer Augustinus, von Napoleon bis zur Weimarer Republik und dem Staatsrechtler Carl Schmitt … deshalb geht es im Vortrag schwerpunktmäßig um Historisches, Juristisches und Politisches zum Ausnahmezustand.

Wie stehen Freidenker, traditionell engagiert gegen Kirchenprivilegien, für Frauenrechte, gegen Demokratieabbau und Überwachungsstaat, zur Forderung nach Ausrufung des Klimanotstands?

Sonnabend, 26. Oktober 2019, 10:00 Uhr

Jugendherberge, Leiterstraße 10, 39104 Magdeburg (more…)

Offenes Freidenkertreffen

Donnerstag, 25. April 2019 von Webredaktion

Liebe Freunde freien Denkens!

Der Landesverband Sachsen/Anhalt des Deutschen Freidenkerverbandes lädt Euch ein zum diesjährigen Jahresversammlungswochenende vom 10. bis zum 12.Mai 2019 nach Quedlinburg.

Es erwartet Euch im einzelnen: 

Freitag, 10.Mai 2019

Anreise

Treffpunkt 20.00 Uhr Roland/Rathaus, Markt 1

anschließend lose Diskussion

Achtung!

Übernachtungen sind jeweils individuell zu organisieren. Bei Fragen dazu bitte 0171/199 62 14 (Thomas Loch) kontaktieren.

Sonnabend, 11.Mai 2019 (more…)

Zwei offene Fragen zum NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999

Donnerstag, 21. Februar 2019 von Webredaktion

Zum Krieg von 1999 scheint viel geschrieben worden zu sein. Doch zwei wichtige Fragen werden gar nicht gestellt, geschweige denn beantwortet. Ihnen nachzugehen, führt auf einen wichtigen Mechanismus psychologischer Kriegsführung.

Im Krieg der NATO gegen Jugoslawien vom 24.März bis zum 10. Juni 1999 zerstörte die Luftabwehr der Armee Jugoslawiens über 300 Flügelraketen, mehr als 70 Kampfflugzeuge, über 70 Drohnen und fünf Hubschrauber der NATO. Dies sind die Angaben der jugoslawischen Armee. Andere Angaben gibt es nicht. Die NATO hat niemals offizielle Zahlen veröffentlicht, weil das den Nimbus ihrer Stärke unterminierte. Ihre Medien suggerierten, die NATO habe überhaupt keine Verluste zu verzeichnen gehabt. „Widerstand ist zwecklos“ versuchte und versucht die NATO-Propaganda in die Köpfe zu hämmern.

Wenn wir konstatieren, daß die NATO lügt, so stellt sich dennoch die Frage, wo die Piloten der vielen abgeschossenen NATO-Kampfflugzeuge abgeblieben sind. Dies ist die eine offene Frage.

Gibt man die jugoslawischen Zahlen zu den NATO-Verlusten an, schlägt einem auch bei NATO-Gegnern Unglauben entgegen: Wo sind die Piloten?

Der ehemalige Vorsitzende der jugoslawischen Esperanto-Liga Zivorad Jevtic, zur Zeit des Krieges Gewerkschafter in der Crvena-Zastava-Automobilfabrik im serbischen Kragujevac, berichtet folgendes: In einer Halle des Werkes quartierten sich während der Bombardierungen Arbeiter ein, um gemäß Mira Markovics zweifelhafter Idee „unsere Fabrik mit unseren Körpern zu schützen“. Anders formuliert: Wenn die NATO unser Werk vernichtet, dann muß sie uns mit vernichten.

Dasselbe geschah auf den Brücken, auf denen während der Bomabardierungen regelrechte Volksfeste abhgehalten wurden.

Doch weiter Jevtic: Eine Woche, bevor die NATO die Roten-Fahne-Werke (so die deutsche Übersetzung des Kragujevacer Fabriknamens) angriff, weilte eine internationale Delegation im Werk, die gewiß von NATO-Agenten penetriert war. Sie besichtigte alle Räume und konnte genau definieren, wo sich der Platz befand, an dem die Arbeiter sich aufzuhalten pflegten.

Dann kam der Abend des Angriffs. Entgegen der Gewohnheit kam über den Betriebsfunk die Durchsage, daß der Beginn des Abendessens sich wegen technischer Probleme um eine halbe Stunde verzögere. Dann nochmals eine halbe Stunde und noch eine. Als dann alle Beschäftigten beim Abendessen in der Kantine saßen, schlug eine Flügelrakete genau in den Hallenteil ein, der den Werktätigen als Kriegs-Unterkunft diente. Es gab kein einziges menschliches Opfer.

Zufall?

Eher nicht, denn es ließ sich beobachten, wie Brücken, auf denen die Menschen feierten, eine halbe Stunde vor deren Bombardierung eiligst von der Polizei geräumt wurden. Das ehemalige Bundesinnenministerium (zur Zeit des Krieges zum serbischen Innenministerium gehörig), gelegen an der Knez-Milosa-Straße in der Nähe des Europastraßenverkehrsknotens, wurde dreimal bombardiert. In der Nacht vor der ersten Bombardierung wurde es eiligst evakuiert, nachdem es zuvor normal weitergearbeitet hatte.

Wenn es größere Opfermengen gab, so dort, wo der Angriff nicht durch Flügelraketen mit fest einprogrammierten Zielen erfolgte, sondern sich quasi im Rahmen der Kampfhandlungen ergab. Überliefert ist dies durch die Mitschnitte der Gespräche zwischen AVACS-Kommandozentrale und den Piloten, die zwei Eisenbahnzüge und einen albanischen Flüchtlingstreck unter Feuer nahmen, seitens der jugoslawischen Luftabwehr.

Hier stellt sich also die zweite Frage: Woher kannte die jugoslawische Seite Orte und Zeitpunkte der fest programmierten Angriffe?

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„Marx neu entdecken“ – Lesung und Diskussion zum 200 Geburtstag

Dienstag, 15. Mai 2018 von Webredaktion

In Zusammenarbeit mit dem Rosa-Luxemburg Club Harz, veranstalten wir zum 200 Geburtstag von Karl Marx, im Rahmen des 18. Quedlinburger Bücherfrühlings, eine Lesung und Diskussion unter dem Motto „Marx neu entdecken“.

Am 5. Mai vor 200 Jahren wurde einer der größten Denker des 19. Jahrhunderts geboren, Karl Marx. Unter den Großen der Geschichte steht Marx an hervorragender Stelle. Er schrieb nicht nur das Kapital, welches in der Gegenwart, die geprägt von den verschiedensten gesellschaftlichen Krisen, wieder häufiger nachgefragt wird, sondern begründete auch eine wissenschaftliche Weltanschauung.

Wo: Kulturzentrum Reichenstraße, Reichenstraße 1, in 06484 Quedlinburg

im Saal

Wann: 23. Mai 2018

Um: 20:00 Uhr

Was Marx der kategorische Imperativ des neuen Materialismus nannte: „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wessen ist.“*

*MEW 1, S. 385, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung

Um eine Spende zur Förderung eines Literaturprojektes in Quedlinburg wird gebeten.

Öffentliche wissenschaftliche Konferenz zum 200. Geburtstag von Karl Marx

Freitag, 23. März 2018 von Webredaktion

Marx, Karl Heinrich (05.05.1818 Trier – 14.03.1883 London) genialer Wissenschaftler und Revolutionär der Arbeiterklasse, Begründete den Sozialismus als Wissenschaft. Gemeinsam mit Engels schuf er die nach ihm benannte marxistische Philosophie, den dialektischen und historischen Materialismus, begründete er die politische Ökonomie der Arbeiterklasse und den wissenschaftlichen Kommunismus. Seine Philosophie vollbrachte im philosophischen und sozialtheoretischen Denken der Menschheit eine Revolution. …“*

Und da sich in diesem Jahr der Geburtstag von Marx zum 200ten mal jährt, sollte es nicht nur Anlass sein, seiner zu gedenken, sondern auch sein Werk zu würdigen, in dem sich mit diesen auseinandergesetzt wird. Der aktuelle Freidenker greift das Thema auf und am 28. April 2018 veranstaltet der Deutsche Freidenker-Verband eine öffentliche wissenschaftliche Konferenz zu Marx in Hannover. Individualität und Gesellschaft – Menschenbild und Persönlichkeitstheorie im Marxismus, ist die Veranstaltung überschrieben.

Das Programm ist der nebenstehenden Fotokopie zu entnehmen.

*Philosophen Lexikon, Dietz Verlag Berlin 1987, 4. Auflage, Seite 628 – 643

Kritik des Computers – eine Lesung!

Montag, 26. Februar 2018 von Webredaktion

Kritik des Computers

Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen

Lesung und Diskussion mit Werner Seppmann,

Wann: 15.03.2018 um 20:00Uhr

Wo: Saal Kulturzentrum Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg 

Es geht bei der kapitalistischen Verwendungsweise des Computers um mehr als die skandalösen Erfassungs- und Kontrollaktivitäten, denn sie führt zu problematischen Veränderungen in vielen Lebensbereichen: Durch die Verallgemeinerung digitaler Techniken erodieren zivilisatorische Standards, veröden Alltagsbeziehungen und wird ein marktkonformer Lebensrhythmus durchgesetzt. Die Persönlichkeitsstruktur wird durch die „Computer-Praxis“ so umgeformt, dass sie mit der ununterbrochenen Tätigkeit der Märkte und Informationsnetze übereinstimmt. Digital flankierte Anpassungsprozesse sind die aktuellen Mechanismen, mit denen der Kapitalismus sich jene Menschen schafft, die er für sein reibungsloses Funktionieren auf hochtechnologischer Grundlage benötigt.“

Veranstalter Deutscher Freidenker-Verband Quedlinburg und Rosa-Luxemburg-Club Harz

Um eine Spende zur Förderung von Literatur in Quedlinburg wird gebeten!“

Lesung im Rahmen des 18. Quedlinburger Bücherfrühlings. (more…)

 

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