Landesverband Sachsen-Anhalt

Nachdenken über das Leben, Aufruf zur notwendigen Diskussion!

Montag, 11. Mai 2020 von Webredaktion

Vor dreißig Jahren änderte sich die Welt und das nicht nur in Europa, wobei die Veränderungen in Europa die entscheidenden waren und weitere Veränderungen bedingten. Mit den Ereignissen am Ende der 1980iger Jahre wurde eine historischen Rolle rückwärts praktiziert, progressive gesellschaftliche Entwicklung negiert, begünstigt dadurch, dass sich die Entwicklung in den sozialistischen Staaten scheinbar in einer Sackgasse befand, zum Teil einsetzende Stagnation entfaltete seine Kraft als Rückschritt, im materialistischen Sinn rebellierte die Basis gegen den Überbau und dieser war zu starr entsprechend flexibel zu reagieren. Letztlich führten die entstandenen Widersprüche in der DDR, nicht ohne Einflussnahme aus der BRD, zum Niedergang des Sozialismus. Anfängliche Bestrebungen notwendige gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken, wurden unter wachsendem westlichen Einfluss negiert, mit den Wahlen zur Volkskammer und deren Ergebnis, es gewannen Parteien, welche in erster Linie die Negation des Sozialismus zum Ziel hatten und unter erheblichen westlichen Einfluss standen, erinnert sei zum Beispiel am Wahlkampf der CDU, ihr Stärkster Wahlkämpfer war der damalige Bundeskanzler. Es dauerte nicht lange und mittels Währungsunion wurde die Wirtschaft der DDR Sturmreif geschossen. Anschließend musste es weiter schnell gehen und so wurde für den 3. Oktober 1990 die deutsche Einheit beschlossen, das Parlament der DDR hat sich in diesem Zusammenhang selbst aufgelöst. Nun konnte die Basis der DDR-Volkswirtschaft endgültig vernichtet werden und zu diesem Zweck wurde der Osten mit einem Heer westdeutscher Bürokraten überschwemmt, es wurden die führenden Positionen besetzt, dabei spielte es keine Rolle, dass ostdeutsche Kompetenz sehr oft durch westdeutsche Inkompetenz ersetzt werden musste. Es war eine Notwendigkeit, um die imperialistische Macht auf dem Territorium der DDR wieder zu errichten, alle führenden Positionen zu besetzen. Um den gesellschaftlichen Überbau aber dauerhaft erfolgreich umgestalten zu können, war es notwendig die ökonomische Basis entsprechend zu verändern.

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Aufruf zum Ostermarsch – am 02.04.2018 in Letzlingen / Sachsen – Anhalt

Mittwoch, 14. März 2018 von Webredaktion

Bildschirmfoto 2018-03-12, 14:39Uhr

Ostermärsche 2018 finden an verschiedenen Orten statt und auch wenn die Teilnehmerzahlen nicht mehr jene sind, wie in den Anfangsjahren der Ostermärsche, ist ihre Bedeutung allerdings gestiegen. Es ist wichtig den Kampf gegen den Krieg zu führen, egal ob in seiner praktischen Entfaltung, in Vorbereitung, oder in Planung. Die Kriegsgefahr war in den letzten Jahrzehnten nie so hoch wie heute, die NATO hat erhebliche Truppen an der russischen Grenze stationiert, führt dort große Manöver durch und es wird weiter aufgerüstet. Weitere Krisenherde werden geschaffen, bestehende ausgeweitet und Kriege verschärft. Der Kampf um Einflusssphären nimmt zu, was auch gut an sich zuspitzenden Widersprüchen zwischen den ökonomischen Machtzentren USA, EU und Japan zu sehen ist. Die EU beschleunigen den Aufbau ihrer Militärstrukturen, die USA versuchen dem mit stärkerer Bindung verschiedener EU-Staaten, insbesondere der Bundesrepublik, an die NATO, entgegenzuwirken.

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Zum Ostermarsch 2016

Mittwoch, 16. März 2016 von Webredaktion
Ostermarsch2016-Bildschirmfoto2016-03-16-13-25

Bildschirmfoto 2016-03-16, 13:25Uhr

Frieden und Friedensbewegung, der Friede ist bedroht und bundesdeutsche Politik ist nicht unschuldig daran. Mit den Folgen gegenwärtiger Kriege werden die Menschen in diesem Land immer intensiver und direkter konfrontiert, was die verschiedensten Gruppierungen auf den Plan ruft, welche politisches Kapital daraus zu ziehen suchen. Das derlei nicht ohne Erfolg ist, ist gut an den jüngsten Wahlergebnissen zu sehen. Ängste werden geschürt und instrumentalisiert, allerdings in erster Linie Ängste vor den Folgen gegenwärtiger Kriege, nicht vor den Kriegen selbst. Und so werden als Gegner die Opfer gegenwärtiger Kriege ausgemacht, nämlich die zunehmende Zahl an Flüchtlingen. Der Krieg selbst, die Kriegstreiber werden weiter verschleiert.
Aber es gibt auch andere Bestrebungen, so finden sich Menschen zusammen, welche gegen Krieg und Kriegsvorbereitung antreten, welche Aufklären über die eigentlichen Ursachen von Kriegen und Gefahren welche mit Krieg verbunden sind.
Eine Tradition haben im Kampf gegen Krieg die Ostermärsche, in den letzten Jahren zwar an Bedeutung verloren, ist es notwendig auch diese Form des Kampfes für den Frieden zu unterstützen, zu zeigen, dass es Kräfte in diesem Land gibt, welche sich für Frieden und gegen imperialistische Kriege aussprechen. Eine Mehrheit der Deutschen sind gegen Kriegseinsätze, so die Statistik verschiedener Meinungsforschungsinstitutionen, allerdings führt dieses nicht automatisch dazu, dass diese Menschen ihr Interesse auch entsprechend artikulieren.
Die Ostermärsche sind eine gute Gelegenheit, sie finden an verschiedenen Orten statt, so auch im Norden Sachsen-Anhalt.

Zum Ostermarsch 2016
und 274. Friedensweg der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe
Ostermontag, 28. März 2016 in Haldensleben
„Die Waffen nieder!“

Hier findet sich der Text zum Aufruf zum Ostermarsch am 28. März 2016 in Haldensleben.

Der Landesverband Sachsen-Anhalt des Deutschen Freidenker-Verband unterstützt dieses Vorhaben. Der Deutsche Freidenker-Verband ist nicht nur eine Weltanschauungsgemeinschaft, eine Interessenvertretung Konfessionsfreier, sowie Antidiskriminierungs- und Kulturorganisation, sonder auch eine der ältesten Friedensbewegungen Deutschlands. Der Aufruf, „Die Waffen nieder!“ stammt von einer der populärsten Mitglieder des Deutschen Freidenker-Verbands, Bertha von Suttner, eine Tradition, welche bis heute konsequent fortgesetzt wird. Das in der Gegenwart gerade der Kampf um den Frieden an Bedeutung gewinnt, ist offensichtlich, offensichtlich ist aber auch, dass diese Auseinandersetzungen an Schärfe zunehmen und von verschiedensten Seiten geführt wird.

 

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