Landesverband Sachsen-Anhalt

Offenes Bildungswochenende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Freidenker-Verband 12. – 14.08.2022 in Quedlinburg.

Dienstag, 28. Juni 2022 von Webredaktion

Seit Gründung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutsche Freidenker-Verband, findet jährlich im Rahmen einer offenen Bildungsveranstaltung ein zentrales Treffen in der Stadt der Gründung statt. Dort treffen sich nicht nur Mitglieder des Verbandes, sondern es können immer auch Gäste begrüßt werden, welche zum Teil sogar eine etwas weitere Anreise in Kauf nehmen und aus den verschiedensten Bundesländern anreisen.

In Folge des letztjährigen Treffens wurde das Thema für das diesjährige Treffen beschlossen, es sollte um Krieg und Frieden gehen und darum geht es auch, ein Thema welches an Aktualität gewonnen und im gesellschaftlichen Leben breiten Raum einnimmt. Die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sind nicht ohne Folgen, die Bundesrepublik ist in diesem Krieg involviert und die von den USA diktierten Maßnahmen entwickeln zum Teil extreme Folgen auch für die Menschen hierzulande. Der Krieg, die Ergänzung der Politik mit anderen Mitteln, nur was für eine Politik wird ergänzt und was ist Politik eigentlich, deren Mittel eben auch Krieg ist?

Allerdings geht es in der Veranstaltung nicht nur um die aktuellen Kriege, in welchen die Bundesrepublik involviert ist, sondern um Ursachen, Rolle, Funktion von Krieg allgemein und das in historischer Entwicklung.

Der Freidenkerverband Sachsen-Anhalt freut sich über eine rege und qualifizierte Teilnahme, und so sei wiederholt, „das interessanteste an solchen Wochenenden sind die Menschen, welche zusammenkommen und sich im Verlauf der Tage über die verschiedensten Themen austauschen. Eigentlich eine zwingende Notwendigkeit, in Zeiten sich zuspitzender, gesellschaftlicher Wiedersprüche, insbesondere des Grundwiederspruches kapitalistischen Seins. Es geht nicht nur darum den Kampf, um Begriffe und deren Inhalte zu führen, sondern auch dem sich in der Gesellschaft verbreitenden Irrationalismus entgegenzuwirken.“ Welcher uns gegenwärtig besonders intensiv in Form von Kriegspropaganda entgegentritt. „Somit wird sich nicht nur inhaltlich mit Problemen auseinandergesetzt, sondern Bildung im doppelten Sinne steht auf der Tagesordnung, einmal im Sinne der Aneignung von Wissen und dem entsprechenden Austausch, im Sinne vom Streben nach Erkenntnis und zum anderen als Bildung, im Sinne von Organisation.“

Offenes Bildungswochenende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Freidenker-Verband in Quedlinburg 12. – 14.08.2022

1.) Freitag, 12.08.2022, 19:00 Uhr – „Lesung mit dem Autor Jürgen Leskien

Der Autor liest aus verschiedenen seiner Veröffentlichungen, als ehemaliger Offizier der NVA hat er sich später mit der deutschen Kolonialgeschichte in Afrika und deren Folgen auseinandergesetzt.

Im Rahmen des diesjährigen Quedlinburger Bücherfrühlings konnten wir Jürgen Leskien schon einmal in Quedlinburg begrüßen, es war eine interessante Lesung, welche zu interessanten Diskussionen anregte. Letztlich interessant an solchen Veranstaltungen sind immer auch die Gespräche danach, ob im kleineren oder größeren Kreis, bei einem gemeinsamen Essen, bei Bier, Wein oder anderen Getränken, sie sind belebend und dienen dem Erfahrungsaustausch.

Veranstalter:  Deutscher Freidenker-Verband Sachsen-Anhalt und Rosa Luxemburg Club Harz
Informationen und Anmeldung über Thomas Loch Tel.: 0171 / 19 96 214

2.) Samstag, 13.08.2022 ab 10:00 Uhr (more…)

Termine

Freitag, 29. April 2022 von Webredaktion

Liebe Freidenkerfreunde,

zunächst folgende Korrekturen:

Infolge Terminüberschneidungen müssen sowohl der nächste Stammtisch in Halle, ursprünglicher Termin 29.4.2022, als auch das in der letzten Terminliste als

„Freidenker-Wochenende am Harz Quedlinburg verschiedene Stationen, Einzelheiten werden noch genannt“ angekündigte Wochenende, ursprünglich 30.April/1.Mai 2022, verschoben werden, wobei die Reservetermine noch nicht feststehen.

Damit sieht die Terminleiste der Freidenker/Sachsen-Anhalt für den nächsten Monat wie folgt aus:

– 30.April/1.Mai verschiedene Orte

– 6.Mai, 19.00 Uhr Quedlinburg, Pölkenhof (Pölkenstraße)

Im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühlings wird das Buch Orlog vorgestellt. Darin geht es um Namibia. Siehe Interview mit dem Referenten und Autor in der letzten Wochenendausgabe der jungen Welt!

– 9.Mai, 17.00 Uhr Zeitz, Michaelisfriedhof (Gleinaer Straße)

Ehrung der Sowjetsoldaten anläßlich des Tages des Sieges über den Faschismus. Gemeinsame Veranstaltung mit der KPD Zeitz und dem ORT Zeitz.

– 17.Mai, ab 16.30 Uhr Zeitz, Cafe am Neumarkt (Neumarkt) Freidenker-Stammtisch Zeitz

– 26.Mai Himmelfahrtskommandos, verschiedene Orte

z.B. mit dem Landesvorsitzenden auf einen weiteren Abschnitt des Georg-Kresse-Weges im Vogtländischen, Start auf den Spuren der aufständischen Bauern des Dreißigjährigen Krieges ist um 8.31 Uhr am Bahnhof Hohenleuben.

Unterwegs Besuch beim DDR-Schauspieler Wilfried Pucher, der sich schon auf uns freut.

Möglich wäre auch ein Abstecher zum Radrennfahrer Thomas Barth, früherer Kapitän der DDR-Straßen-Radsport-Nationalmannschaft, was aber wohl an diesem Tage unsere Kapazitäten überfordern wird.

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Damit die DDR keine Fußnote der Geschichte wird

Mittwoch, 29. September 2021 von Webredaktion

Am 20. August 2021 nahm ich in Quedlinburg an einer Lesung von Hartmut König teil, die Mitglieder des Freidenker-Verbands (DFV) organisierten. Mit seinem Namen konnte ich zunächst nichts anfangen, mit seinen Liedern schon. Als Liedermacher, späterer FDJ- und SED-Funktionär trat er – als Pete Seeger ihm seine Gitarre lieh – bei der UNO Weltjugendversammlung in New York auf (1970); im eigenen Land polarisierte er mit seinen Liedtexten.

Als Mitbegründer des Oktoberklubs schrieb er unter anderem die Weltfestspiel-Hymne von 1973 „Wir sind überall“ und den damals kultigen Song „In der Mocca-Milch-Eisbar“ (1970 Im Text „ich zahl, sie zahlt“ ist ein kleiner Hauch von Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann enthalten). Auch das FDJ-Lied „Sag mir, wo du stehst!“ stammt aus seiner Feder sowie der Titelsong des DEFA-Klassikers „Heißer Sommer“ (Alles ist bei youtube vorhanden).

Doch nicht für eine künstlerische Laufbahn entscheid er sich, sondern für die Politik, studierte jedoch zunächst Journalistik. Nach seiner Dissertation und weiteren Stationen wie dem Internationalen Studentenbund in Prag wurde er 1976 FDJ-Kultursekretär und koordinierte später die Organisation der Konzerte an der Radrennbahn Weißensee, unter anderen mit Bruce Springsteen, Joe Cocker und Bryan Adams, mit. Bruno Apitz, Autor des Buchs „Nackt unter Wölfen“, war 1967 sein SED-Bürge und König wurde 1986 Mitglied des Zentralkomitees der SED, so daß er viel über die Abläufe in diesem Gremium zur Wendezeit berichten konnte.

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Kurzer Bericht, es war sehr interessant, von belebenden Diskussionen begleitet.

Montag, 23. August 2021 von Webredaktion

Das diesjährige Freidenkertreffen in Sachsen-Anhalt ist Geschichte, die Veranstaltungen waren gut besucht, die Diskussionen reichlich und substanziell, Erfahrungen wurden ausgetauscht und über zukünftige Entwicklungen gesprochen. Zu den Veranstaltungen, welche mit den verschiedensten Partnern realisiert wurden, konnten weitere Gäste begrüßt werden. Am Freitag las Hartmut König aus seiner Autobiographie „Warten wir die Zukunft ab“ und wie für einen Barden üblich, begleitete er seine Lesung mit Gitarre und Gesang. Die Gelegenheit nutzend, erwarben etliche Teilnehmer seine Autobiographie, welche interessant und gut zu lesen und Geschichte aus einen „etwas anderen“ Blickwinkel aufarbeitet. Kenntnisse über das Leben in der DDR, insbesondere praktische Erfahrungen mit dem Leben in der DDR sind dabei durchaus hilfreich. Manch einer entschied sich auch für eine CD, oder auch für sein neues Büchlein, „Limericks aus tausendundeiner Sitzung“.

Nach der Veranstaltung begaben sich die meisten Teilnehmer und Besucher in den Außenbereich eines Lokals, aßen, tranken und diskutierten bis Mitternacht die verschiedensten Themen. Das war der Freitagabend!

Am Samstag trafen sich Freidenker aus Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und ihre Gäste, zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Demokratie. Nach dem der Landesvorsitzende des DFV von Sachsen-Anhalt einen einleitenden Kurzvortrag gehalten, in dem auch auf die historische Entstehung des Begriffes Demokratie eingegangen, etwas anders als im Allgemeinen üblich hergeleitet, entwickelte sich eine interessante Diskussion, in welcher die Demokratie als eine Staatsform, deren Inhalt vom Charakter des jeweiligen Staates bestimmt wird, klassifiziert wurde. Nach der Mittagspause ging es um 14:00 Uhr zur Stadtführung, Treffpunkt war am Quedlinburger Roland, vor dem Rathaus. Schwerpunkt der Führung war Demokratie, oder besser die verschiedensten Staatsformen, von Entstehung der Stadt, bis in die Gegenwart. Das in diesem Zusammenhang auch der Teufel Erwähnung fand, literarische Bezüge eine Rolle spielten und es durch die Hölle ging, braucht eigentlich nicht gesondert erwähnt werden, wenn der Teufel heute nicht im Detail stecken würde. Warum das so ist, war ebenfalls zu erfahren, genauso wie von den herrschaftlichen Beziehungen der Bürger zum Stift auf dem Burgberg und innerhalb der Mauern der Stadt, als diese noch ihre schützende Bedeutung hatten. (more…)

Offenes Bildungswochenende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Freidenker-Verband 20. – 22.08.2021 in Quedlinburg

Mittwoch, 07. Juli 2021 von Webredaktion

Seit Gründung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutsche Freidenker-Verband, findet jährlich im Rahmen einer offenen Bildungsveranstaltung ein zentrales Treffen in der Stadt der Gründung statt. Dort treffen sich nicht nur Mitglieder des Verbandes, sondern es können immer auch Gäste begrüßt werden, welche zum Teil sogar eine etwas weitere Anreise in Kauf nehmen und aus den verschiedensten Bundesländern anreisen.

Nach dem über Jahre diese Veranstaltung im Frühjahr stattgefunden, wurde diese im letzten Jahr, in Folge politisch, pandemischer Entscheidungen in den August verschoben. Letztlich stellte sich dieser Sommermonat als gut geeignete für eine solche Veranstaltung heraus, so das beschlossen wurde, die nächste Veranstaltung ebenfalls für diese Zeit zu planen.

Nach Themen muss nicht lange gesucht werden, thematisch und historisch passende Literatur ist zu finden und ein Kulturprogramm zu gestallten. Das interessanteste an solchen Wochenenden sind allerdings die Menschen, welche zusammenkommen und sich im Verlauf der Tage über die verschiedensten Themen austauschen. Eigentlich eine zwingende Notwendigkeit, in Zeiten sich zuspitzender, gesellschaftlicher Wiedersprüche, insbesondere des Grundwiederspruches kapitalistischen Seins. Es geht nicht nur darum den Kampf, um Begriffe und deren Inhalte zu führen, sondern auch dem sich in der Gesellschaft sich verbreitenden Irrationalismus entgegenzuwirken. Somit wird sich nicht nur inhaltlich mit Problemen auseinandergesetzt, sondern Bildung im doppelten Sinne steht auf der Tagesordnung, einmal im Sinne der Aneignung von Wissen und dem entsprechenden Austausch, im Sinne vom Streben nach Erkenntnis und zum anderen als Bildung, im Sinne von Organisation.

Offenes Bildungswochenende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Deutschen Freidenker-Verband in Quedlinburg 20. – 22.08.2021

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„Marx neu entdecken“ – Lesung und Diskussion zum 200 Geburtstag

Dienstag, 15. Mai 2018 von Webredaktion

In Zusammenarbeit mit dem Rosa-Luxemburg Club Harz, veranstalten wir zum 200 Geburtstag von Karl Marx, im Rahmen des 18. Quedlinburger Bücherfrühlings, eine Lesung und Diskussion unter dem Motto „Marx neu entdecken“.

Am 5. Mai vor 200 Jahren wurde einer der größten Denker des 19. Jahrhunderts geboren, Karl Marx. Unter den Großen der Geschichte steht Marx an hervorragender Stelle. Er schrieb nicht nur das Kapital, welches in der Gegenwart, die geprägt von den verschiedensten gesellschaftlichen Krisen, wieder häufiger nachgefragt wird, sondern begründete auch eine wissenschaftliche Weltanschauung.

Wo: Kulturzentrum Reichenstraße, Reichenstraße 1, in 06484 Quedlinburg

im Saal

Wann: 23. Mai 2018

Um: 20:00 Uhr

Was Marx der kategorische Imperativ des neuen Materialismus nannte: „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wessen ist.“*

*MEW 1, S. 385, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung

Um eine Spende zur Förderung eines Literaturprojektes in Quedlinburg wird gebeten.



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