Landesverband Sachsen-Anhalt

Der jammernde Wessie und eine These.

Mittwoch, 29. April 2020 von Webredaktion

Ein Beitrag in der MZ, um Bereicherung auf Kosten der Bürger der DDR ist es gegangen, nicht offensichtlich, offensichtlich wurde das Problem anders angegangen, die Leiden eines Forstwirtes wurden geschildert. Nur wie ist der Forstwirt zu seinem Eigentum im Harz gekommen? Er hat es erworben, nach 1990 und sich damit einen Lebenstraum erfüllt, für viele Ostdeutsche wurden die Ereignisse nach 1990 zum Albtraum, manch einer konnte auch profitieren und von diesen Ereignissen partizipieren, auch wenn dafür gelegentlich in den Anus so manchen Wessies gekrochen werden musste. Das Anusraupenprinzip förderte manche Kariere, allerdings leben Anusraupen in der Regel im Dunkel, so dass sie selbst von Lichtblicken verschont bleiben.

Der Forstwirt im Beitrag war kein Ostdeutscher, er konnte günstig Wald erwerben und sich so auf Kosten der DDR-Bürger bereichern. Nun hatten zwei heiße Sommer und ein Käfer seinem alten Wald kräftig zugesetzt, so das er mit den Folgen zu kämpfen hat. Sicher gehört er nicht zu den großen Profiteuren des ausschlachten von DDR-Volksvermögen, er ist nur ein kleiner Schmarotzer, aber sein Beispiel ist durchaus bezeichnend.

Drei Texte habe ich geschrieben, sozusagen eine Trilogie, welche unter der Überschrift eines der Beiträge zusammengefasst werden kann.

Der jammernde Wessie, übrigens eine Eigenschaft, welche etliche Ostdeutsche von Westdeutschen sehr schnell gelernt haben.

1.) … die Sorgen und Nöte eines Forstwirtes …

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Ein paar Zahlen und Fakten, für alle …

Freitag, 18. November 2016 von Webredaktion

20-12-14_1443Ein paar Zahlen und Fakten, für alle Politiker und Behördenmenschen, die Hartz-IV-Sanktionen befürworten oder „nur“ mittragen (auch die Linke ist gemeint):

Mit Hartz IV beziffert die Bundesregierung das physische und soziokulturelle Existenzminimum. Ein alleinstehender Erwachsener darf z.B. für 140 Euro im Monat essen (4,66 Euro pro Tag), 33 Euro für Strom und 1,64 Euro für Bildung (!) ausgeben, sowie für 25 Euro öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Meistens geht ein Teil davon aber schon für die Miete drauf, weil es so billige Wohnungen, wie es das Amt den Armen vorschreibt, gar nicht gibt. Nirgendwo.

Nochmal: Hartz IV ist in Deutschland das Minimum, um irgendwie über die Runden zu kommen. MINIMUM: Okay? Und zwar für Leute, die keinen oder keinen ausreichend bezahlten Job in unserer vollautomatisierten Wirtschaft finden, in der niemand mehr trotz steigender Produktivität auf mehr Arbeitsplätze hoffen braucht. Also nochmal: Ein ÜberlebensMINIMUM für Outgesourcte! Und das kürzt ihr auf unterhalb des Überlebensminimums, wenn die Leute euch nicht aufs Wort parieren. Ähm, weniger als das Minimum ist eben nicht ausreichend als Minimum. Capito?

Nicht aufs Jahr gerechnet sind derzeit rund 3,2 Prozent aller Hartz-IV-Bezieher sanktioniert, wie ihr immer so gerne abwiegelt („nur sooo wenige“), sondern Monat für Monat. Im Juli waren es 136.000 Menschen, 7.600 davon waren VOLLsanktioniert. Also VOLLSTÄNDIG, versteht ihr? Null, niente, nitschewo, nix für Essen, nix für Miete, nix für Strom. Zero.

136.000 Sanktionierte, jeden Monat … das sind so viele Menschen, wie in Regensburg, Paderborn, Ingolstadt, Würzburg oder halb Gelsenkirchen leben. Nochmal: JEDEN Monat ist eine Menschenmasse so groß wie die Einwohnerzahl von Regensburg sanktioniert. Ein Drittel davon sind Mütter und Väter mit Kindern. 43.000 Familien, darunter 14.000 Alleinerziehende – mit Kindern, denen ihr das Brot stehlt, denen ihr das Recht auf Nahrung und lebensnotwendige Versorgung verweigert. Geschähe dies in Nordkorea, würdet ihr sie Folterer nennen. Dummerweise seid ihr in diesem Fall die Folterer.

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