Landesverband Sachsen-Anhalt

Alte und neue Armut waren nie alternativlose Erscheinungen, auch wenn heute beständig potenziert …, im Wertewesten!

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. – Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Es ist erstaunlich wie erfolgreich die Politik der letzten Jahrzehnte im Wertewesten gewesen, die materielle Armut nimmt wieder zu, der Hunger allerdings bleibt aus, denn immer mehr Menschen dürfen sich hierzulande den Wanst mit Almosen und den Abfällen kapitalistischen Wirtschaften voll stopfen.

Die neue Armut hingegen ist zu bisher unbekannten Horizonten aufgebrochen, sie scheint grenzenlos zu potenzieren, die Leere in den Köpfen vieler Menschen wird mittels nutzlos bedeutender Informationen gefüllt, welche keinen Raum mehr zum Nachdenken lassen, allein schon mit der Aufnahme sind viele überfordert, ganz zu schweigen von notwendiger Selektion. So werden von alter, wie neuer Armut Betroffene übersättigt, dass sie schier unfähig sich zu bewegen, oder jede Bewegung ihnen unsäglich schwer fällt.

Wo der Hunger einst bewegte und die Notwendigkeit für Veränderung belegte, sind heute Almosen so reichlich, dass notwendige Bewegung negiert und Trägheit sich bewegend im Betteln um Almosen entfaltet.

Wo Unwissenheit Menschen einst bewegte, nach Wissen zu streben, sind heute jene, welche geistig arm, nicht selten gut anzuschauen, materiell abgesichert und voll Vertrauen, dass das was ihnen das Hirn vernebelt keine Droge ist, dass ein Dogma die Welt gestaltet, sich als Wissen in ihren Köpfen entfaltet.

So wird den Menschen vermittelt, sie müssen retten was nicht zu retten ist, weil es sich natürlich gesetzmäßig entwickelt, und aufgeben was zu retten ist, weil es sich gesellschaftlich gesetzmäßig entwickelt, nur nicht so, wie es die großen Verkündiger verkünden.

Es gilt den neuen Religionen den Kampf anzusagen, der Glaube an den Klimawandel ist mächtig, es ist Zeit ihn durch das Wissen über den Klimawandel zu ersetzen und Krieg kommt nicht irgendwoher, entspringt einem Hirn und drängt sich den Menschen schicksalhaft auf, sondern es ist ein Mittel der Politik, welches bewusst, wie andere Mittel, von Interessen motiviert, zweckdienlich eingesetzt wird. Nur welchen Zweck, in wessen Interesse hat dieses Mittel zu dienen?

Marx: „Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt.“ Quelle.

PS. In den letzten Jahrzehnten wurde auch im Osten des Landes, wo es einst eine deutsche demokratische Republik* gegeben, intensiv am Ausbau der alten und neuen Armut gearbeitet. Dabei wurde besonders das Bildungssystem geschleift, dieses kommt nicht nur darin zum Ausdruck, dass beständig über Lehrermangel geklagt wird, sondern auch darin, dass es nicht selten vorkommt, dass Kinder* nach zehn Schuljahren oft die elementaren Voraussetzungen fehlen einen Beruf zu erlernen. Dafür sind Menschen mit schlechter Bildung allerdings besser zu steuern, als Menschen, welche über eine gute und allgemeine Bildung verfügen, wie es in der DDR allgemein üblich. Die Maßnahmen der letzten Jahre taten ihr übriges, sie sind nicht ursächlich für die Bildungsmisere hier im Land, sie haben, wie in anderen Fällen auch, den Niedergangprozess erheblich beschleunigt.

Th. Loch

Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 09. Oktober 2022 um 21:07 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie 30 Jahre sind vergangen – was ist geschehen?, Allgemein, DDR, Gedanken zum Zeitgeschehen abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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